Kommentar · HOCHWASSER: Die Sünden von gestern

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Die gute Nachricht zuerst: Bund und Länder räumen dem Hochwasserschutz endlich den Stellenwert ein, den er verdient. 21 Tote bei der Überschwemmung der Elbe im Jahr 2002 und immer wieder enorme Schäden zwangen die Politiker endlich zum Handeln. Auch im Landkreis waren Städte und Gemeinden nicht untätig: 16,3 Millionen Euro steckten sie in den vergangenen zehn Jahren in den Hochwasserschutz. Investitionen, die sich gelohnt haben, kamen doch genau diese Kommunen bei der Sintflut im Frühjahr 2013 mit einem blauen Auge davon.

Dennoch gibt es Nachholbedarf - vor allem im oberen Filstal, wo die gewaltigen Wassermassen vor einem Jahr viel Schaden angerichtet haben. Doch hier kommt die schlechte Nachricht: Einfache Lösungen gibt es nicht. Ein wirksamer Hochwasserschutz wie neue Rückhaltebecken sind für kleine Gemeinden trotz garantierter Zuschüsse oft nicht bezahlbar. Zudem sind Überflutungsflächen, um den Flüssen wieder mehr Freiraum zu geben, im dicht besiedelten Filstal rar. Die Betonsünden der vergangenen Jahrzehnte lassen sich eben nicht von heute auf morgen beheben.

Leider werden noch immer unzählige Wohn- und Gewerbeflächen ausgewiesen und damit unnötig Flächen versiegelt, anstatt innerörtliche Lücken zu schließen oder über interkommunale Baugebiete nachzudenken. Hier ein Bewusstsein zu schaffen, wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung.

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