KOMMENTAR · GEMEINSCHAFTSSCHULE: Zeitplan überzeugt nicht

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Süßen darf sich freuen. Im zweiten Anlauf hat das Konzept für die Gemeinschaftsschule, das die J.-G.-Fischer-Schule entwickelt hat, die Beamten im Kultusministerium überzeugt. Die neue Schulform, in der lernstärkere und -schwächere Kinder gemeinsam unterrichtet werden, darf wie in Bad Boll schon im nächsten Schuljahr starten. Ziel dieser Schulart ist es, möglichst vielen Kindern einen möglichst hohen Schulabschluss zu vermitteln. Die soziale Herkunft soll eine geringere Rolle spielen als im dreigliedrigen Schulsystem. Dafür werden auch mehr Lehrer als üblich pro Klasse eingesetzt.

Dass Süßen als zweiter Standort im Landkreis eine Starterschule erhält, ist zuerst Schulleiter Steffen Lonczig zu verdanken. Er setzt sich engagiert für die Umsetzung neuer Bildungsformen ein. Aber auch die Verwaltung und der Gemeinderat machten bereitwillig mit. Der Erfolg der neuen Schulform wird allerdings auch davon abhängen, wie gut die Zusammenarbeit mit der benachbarten Realschule und den Nachbarorten gelingt. Im Interesse einer guten Bildung für die Kinder dürfen hier keine kleinlichen Blockaden aufgebaut werden.

Weniger überzeugend als das Konzept der Süßener ist der Zeitplan der Landesregierung. Den Eltern bleibt kaum Zeit, sich zu entscheiden. Zudem müssen rasch Lehrer und Lernmittel organisiert werden. Womöglich zeigt sich, dass das Land die neue Schulform jetzt zu hastig einführt oder davor zu zögerlich war.

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