KOMMENTAR · EU-LEUCHTTURM ERLOSCHEN: Der Versuch war es wert

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War es viel Lärm um nichts? Über zwei Jahre haben Gemeinderäte im Voralbgebiet ein EU-Leuchtturmprojekt für regenerative Energien angeschoben, haben gehirnt und gehofft - zuletzt auf einen Bürgerentscheid, nachdem eine Bürgerinitiative mächtig dagegengehalten hat. Und jetzt das: Das Projekt ist gar nicht rentabel. Mindestens auf absehbare Zeit nicht.

So unglücklich das ist - der Versuch war es wert. Die Idee, Reststoffe aus der Kulturlandschaft energetisch zu verwerten, ist gut. Und sie hat seit Fukushima noch gewaltig Auftrieb bekommen. Jetzt wäre sie ein Beitrag zur Energiewende, die anfangs noch gar nicht kein Thema war.

Überraschen muss es leider nicht, dass das Projekt auf Grund gelaufen ist. Zweifel gab es von Anfang an, und jetzt haben sie sich bewahrheitet: zuwenig Rohmaterial, zuwenig Erlös.

Das war das Risiko bei diesem Weg ins Neuland. Erst musste man einen Standort finden, dann konnte man die Dinge durchrechnen. Und die Faktoren, die jetzt den Ausschlag gaben, sind neu.

So bedauerlich das ist - man muss klar sehen: Die Chancen waren geschrumpft. Auf die hochfliegenden Pläne passte nur ein einziger Standort, und der war von Anfang an umstritten. So passte die hehre Idee nicht recht in die Wirklichkeit und wandert nun in die Schublade. Vielleicht profitieren andere mal davon. Nutzen bringt sie dem Landkreis wohl für den Bürgerbus. Aber das ist ein schwacher Trost.

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