KOMMENTAR · B10-NEUBAU: Unsinnige Hürde

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Der unendlichen Geschichte über den Bau der neuen B10 wird ein trauriges Kapitel hinzugefügt. Nicht nur, dass angesichts ausstehender Finanzierungszusagen von Bund und Land völlig unklar ist, ob der planfestgestellte Streckenabschnitt bis Gingen-Ost und der Anschluss der B 466 bei Süßen in Richtung Donzdorf überhaupt in naher Zukunft gebaut werden. Jetzt will die grün-rote Landesregierung zu der fadenscheinigen Diskussion darüber, ob sich das Vorhaben im Bau befindet - was denn sonst? - eine weitere Hürde einrichten und das Straßenprojekt auseinanderdividieren.

Die Gefahr, dass ein Abschnitt deutlich früher als der andere gebaut wird, wie Verkehrsplaner Jörg-Michael Wienecke zurecht befürchtet, ist dabei noch das kleinste Übel. Noch nicht einmal der verständliche Zorn der lärm- und abgasgeplagten Anwohner über eine willkürliche Ungleichbehandlung steht in der nach oben offenen Negativskala an erster Stelle. Viel schwerer wiegt der bautechnische, ökologische und finanzielle Unsinn, der sich hinter einer Trennung der Bauabschnitte verbirgt. Es wäre sicher sehr viel uneffektiver und teurer, eine Baustelle an gleicher Stelle zwei Mal einzurichten und etwa das Abräummaterial, das man nebenan gut gebrauchen könnte, weit entfernt zu entsorgen.

Da passt ins Bild, dass die Akzeptanz vor Ort bei der Entscheidung über Straßenbauprojekte in Stuttgart künftig keine Rolle mehr spielen soll.

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