Kohl hilft gegen das Gähnen

Wenn der Winter in den Frühling übergeht, befällt viele Menschen das große Gähnen, genannt Frühjahrsmüdigkeit. Der Stoffwechsel muss sich umstellen, eine abgestimmte Ernährung hilft dem Körper dabei.

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Kohl ist ein guter Vitamin-C-Lieferant und hilft gegen das Gähnen im Frühjahr. Foto: dpa

Die Tage werden heller, die Sonne lässt sich endlich wieder mehr als nur gelegentlich sehen. Gestern war Frühlingsanfang, der Winter verschwindet allmählich. Anstatt nach den dunklen Monaten wieder aufzublühen wie die Natur, werden viele Menschen nun erst recht vom großen Gähnen befallen. "Frühjahrsmüdigkeit" nennt sich dieses Phänomen.

Dieser allgemeinen Mattigkeit - rund 60 bis 70 Prozent der Deutschen sind nach den Erkenntnissen wissenschaftlicher Studien davon betroffen - lässt sich jedoch mit der Ernährung entgegenwirken, betont die staatlich geprüfte Diätassistentin Sabine Spiess von der AOK Neckar-Fils.

"Das Thema hängt auch mit der Frage zusammen: Wie esse und trinke ich?" sagt Spiess: "Im Winter kommt es im Körper zu einem leichten Mangel an Vitamin C. Das bedeutet, der Körper kann Eisen nicht so gut aufnehmen." Eisen ist der Hauptbestandteil des Hämoglobins, also der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff zu den Zellen transportieren. Eisenmangel wiederum macht sich durch die Symptome Erschöpfung, Müdigkeit und Abgeschlagenheit bemerkbar, weil der Energiestoffwechsel gestört ist, weiß die Fachfrau.

"Darum ist es wichtig, diesen Mangel auszugleichen", betont Spiess - am besten mit "saisonalem Gemüse", das heißt, aktuell alle Arten von Kohl. "Weil viele Probleme damit haben und Blähungen bekommen, lassen sie es einfach weg. In diesem Fall sollte man laut Spiess auf nicht saisonales Tiefkühlgemüse ausweichen - etwa Karotten, Zucchini, Erbsen oder grüne Bohnen. Der Vorteil von Tiefkühlgemüse: Es hat nur einen geringen Vitaminverlust. Bei der Zubereitung sei wichtig, das Gemüse nur zu dünsten oder zu dämpfen, das Gargut werde so nicht ausgelaugt. Spiess: "Ein weiterer guter Vitamin-C-Lieferant ist übrigens die Kartoffel. Hier gilt: Am besten als Pellkartoffel im Dampfdruckkochtopf garen." Wer frisches Gemüse einkauft, sollte laut Spiess auf jeden Fall mehrmals in der Woche losgehen, "besser weniger, dafür öfter", sagt sie.

Bei Kohl lohnt sich demnach ein genauer Blick auf den Strunk: "Ist er grau und trocken, ist der Kohlkopf schon lange geerntet." Außerdem sollte man das Gemüse im Gemüsefach des Kühlschranks lagern, betont Spiess: "Liegt es frei herum, reduziert die zirkulierende Luft die Nährstoffe." Ebenso wichtig ist es laut Spiess, ausreichend zu trinken: "Wenig Flüssigkeit bedeutet einen schlechten Transport der Nährstoffe zu den Zellen."

Damit der Körper nach seiner Winterruhe wiederum keinen völligen Kaltstart hinlegen muss, empfiehlt sie zusätzlich viel Bewegung - bei Tageslicht wohlgemerkt: Tageslicht regt im Gehirn die Bildung des Aktivitätshormons Serotonin an, was an dunklen Wintertagen bestenfalls gedrosselt abläuft. So sorgt man für eine extra Portion Licht und erleichtert dem Körper den Übergang ins Frühjahr.

Info Weitere Infos zu den Angeboten der AOK zum Thema Ernährung online unter www.aok.de

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