Kleemann sieht sich auf der Überholspur

Die Firma Kleemann hat vier Jahre nach ihrem Umzug von Faurndau in den Stauferpark ein positives Fazit gezogen. Das Unternehmen wächst: 2014 sollen mehr als 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

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Die Göppinger Firma Kleemann, die vor vier Jahren von Faurndau in den Stauferpark gezogen ist, will auf Expansionskurs bleiben.  Foto: 

Als vor einigen Jahren die Kleemann GmbH, die bis dato in einer beschaulichen Fabrik in Faurndau residierte, den Umzug in den Göppinger Stauferpark plante, gab es in der unmittelbaren Nachbarschaft des neuen Areals große Bedenken. Für die Stadt und den Gemeinderat war es jedoch wichtig, das Unternehmen in Göppingen zu halten - zumal die Firma angekündigt hatte, die Zahl der Arbeitsplätze von damals 150 bis zum Jahr 2013 auf 250 zu erhöhen.

Seit dem Umzug sind inzwischen vier Jahre vergangen. Derzeit beschäftigt Kleemann fast 400 Mitarbeiter und für dieses Jahr seien über 50 Neueinstellungen geplant, teilte das Unternehmen jetzt mit. "So zeigt sich heute mehr denn je, dass die Ansiedlung im Stauferpark mehr als eine Erfolgsstory ist, sowohl für das Unternehmen als auch für die Stadt", betont Firmensprecher Mark Hezinger.

Kleemann sei weltweit tätig und liefere seine Produkte heute in jeden Winkel dieser Erde. So seien in den vergangenen Monaten allein zehn Anlagen in die Mongolei geliefert worden. Brechanlagen aus Göppingen arbeiteten auch in Hawaii, Aserbaidschan, Nigeria oder im Australischen Outback. Der starke Nachfragerückgang in vielen Ländern Europas sei so mehr als ausgeglichen worden. Große Einzelaufträge habe es zum Beispiel aus Brasilien für den Bau der Sportstätten der WM und der Olympischen Spiele gegeben.

Komplexer Vorgang

Generell gelte: Für jegliche Bautätigkeiten werde gebrochenes Gestein benötigt. Für die Stein- oder Asphaltindustrie oder bei der Betonherstellung müssten die jeweiligen Stoffe zunächst einmal hergestellt werden. Auf diesem Gebiet sei Kleemann "ein absoluter Profi".

Für den Laien sehe alles ganz einfach aus: Im Steinbruch werden große Brocken von der Wand gesprengt und im Brecher werden die Brocken klein gemacht - fertig ist das Baumaterial. "Tatsächlich ist es jedoch ein komplexer Vorgang", sagt Hezinger. Die Gesteinskörnungen müssten in verschiedenen Größen in einem genau festgestellten Mischungsverhältnis hergestellt werden. Es gebe strenge Vorgaben.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Kleemann-Produkte liege im Recycling mineralischer Stoffe jeglicher Art, die hauptsächlich aus dem Bereich Straße und Hochbau kommen. Aber auch Hochofenschlacke werde verarbeitet Die Recyclingquote solcher Materialien sei in Zentraleuropa sehr hoch, weltweit jedoch "noch stark unterentwickelt". Somit verspreche dieser Markt in den nächsten Jahren ein überproportionales Wachstum.

Wachstum ist spürbar

2013 konnte Kleemann in einem neuen Geschäftsfeld Fuß fassen: bei Brech- und Siebanlagen für den Bergbau. Daraus sei inzwischen "ein wahrer Nachfrageboom" bei den Global Playern im Mining-Geschäft entstanden. Kleemann verkaufe komplette Aufbereitungszüge aus vier bis zehn hintereinander geschalteten Mobilanlagen.

Das Wachstum ist im Stauferpark zu spüren: In Kürze soll das Sozialgebäude aufgestockt werden, die Erweiterung der Montagehalle noch dieses Jahr geplant werden.2013 wurden fast 400 Anlagen ausgeliefert - jede einzelne von ihnen zwischen 30 und 120 Tonnen schwer. Kleemann-Geschäftsführer Dr. Gerhard Schumacher kündigt an: "2014 werden es 500 Maschinen sein, so dass ein Umsatzplus von 20 Prozent zu erwarten ist. Kleemann wird auf der Überholspur bleiben."Info Die Kleemann GmbH ist ein

Unternehmen der Wirtgen Group mit den Marken Wirtgen, Vögele, Hamm und Kleemann. Produktionsstätten gibt es in Deutschland, Brasilien, China und Indien.

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