Kinder werden kreativ beim Stopptrick-Workshop

Zeichnen, fotografieren und Model stehen - das durften Kinder im Workshop "Me, Myself and I" der Kunsthalle Göppingen ausprobieren. Angeleitet wurden sie von der Stuttgarter Künstlerin Monika Nuber.

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    Bei einem Workshop mit der Künstlerin Monika Nuber in der Kunsthalle haben sieben Kinder und Jugendliche künstlerische Methoden ausprobiert. Foto: 
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    Bei einem Workshop mit der Künstlerin Monika Nuber in der Kunsthalle haben sieben Kinder und Jugendliche künstlerische Methoden ausprobiert. Foto: 
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Fotos voller lachender, grimmiger und trauriger Gesichter, eine Invasion der Tücher und ein attackierender Hut - all diese Dinge sind Erzeugnisse eines dreitägigen Stopptrick-Workshops mit der Stuttgarter Künstlerin Monika Nuber und sieben Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis achtzehn Jahren. Angelehnt an die aktuelle Ausstellung der Selbstporträts des Schweizer Künstlers Urs Lüthi in der Kunsthalle Göppingen, durften die Kinder selbst ausprobieren, welche künstlerischen Methoden zur Selbstinszenierung dienen können.

"Am ersten Tag haben wir ein Porträt von uns gezeichnet. Danach haben uns jeweils zwei andere Kinder auch gezeichnet. Als wir die drei Bilder übereinander gelegt haben, sind drei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf das eigene Gesicht entstanden", erzählt der 13-jährige Ludwig. Im Workshop wurden ihnen von der Stuttgarter Künstlerin, Musikerin und Filmemacherin Monika Nuber ganz unterschiedliche Handwerksmittel zum "Selbst Kunst machen" mit auf den Weg gegeben: Eine dieser Übungen könnte man mit "Musik im Kopf" betiteln. Ein Kind nimmt die Rolle des Dirigenten ein, die anderen Kinder zeichnen zu den dargestellten Handbewegungen und der nicht hörbaren Musik. Im nächsten Schritt sind die Teilnehmer nicht nur hinter der Kamera aktiv geworden, sondern nahmen ebenfalls die Rolle von Schauspielern ein, die mithilfe ihrer Mimik verschiedene Emotionen zeigten. Diese wurden dann mit einer Digitalkamera festgehalten.

An diese Vorübung anschließend folgte der Hauptteil des Workshops: das Erstellen eines eigenen Films durch das Stopptrick-Verfahren. Dieses Verfahren bezeichnet einer der ältesten Spezial Effekte in der Filmgeschichte. Im Spielfilmkontext wird er auch Jump-Cut genannt. Im Prinzip bezeichnet er folgendes: Während einer Aufnahme wird die Kamera angehalten. Es werden Veränderungen im Bild vorgenommen. Ein Gegenstand wird verrückt oder ein Schauspieler wird anders positioniert. Durch diesen Trick sieht man im fertigen Film plötzlich anstatt von Autos Explosionsflammen oder ein ekliger Frosch verwandelt sich auf wundersame Weise in einen Prinzen.

Dieses Verfahren wendeten nun auch die Kinder an und erstellten ihre ganz eigenen Filme. Bei der "Invasion der Tücher" wird der achtjährige Anton von Tüchern angegriffen, eingerollt und verschleppt. Im Film der zwölfjährigen Lena, "Medusa", wird sie selbst als böse Medusa, die Menschen versteinert, unschädlich gemacht.

"Eigentlich kann das Stopptrick-Verfahren heutzutage von jedem angewendet werden. Es reicht bereits ein Handy und man kann loslegen", verrät Monika Nuber. Die Kinder selbst hatten viel Spaß bei der künstlerischen Arbeit. Die Medusa-Darstellerin Lena zum Ende des Workshops: "Eigentlich war alles toll. Es war sehr abwechslungsreich. Und ich fand es super, dass ich eigene Ideen umsetzen durfte und nicht nur das machen durfte, was vorgegeben war."

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