Keine Rücksicht auf das Original

Die Gruppe "Kapelsky" verbindet Elemente osteuropäischer Gypsy-Musik mit der Improvisationsfreude des Jazz. Die Band kommt mit Sängerin Marina.

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    Die Sängerin Marina unterstützt das Folkjazz-Ensemble. Foto: 
  • Einer der drei Musiker an der Violine. 2/2
    Einer der drei Musiker an der Violine. Foto: 
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Das Folkjazz-Ensemble "Kapelsky und Marina" spielt am Freitag, 15. Januar, erstmals im Ländle, und zwar in Zell unter Aichelberg. Beginn ist um 20 Uhr in der Zeller Scheune, Lindenstraße 7.

Das Instrumental-Trio plus Sängerin zeichnet sich durch besondere Rücksichtslosigkeit im Umgang mit Fundstücken aus: Miles Davis wird kurzerhand in den Orient geschickt und Britney Spears auf den Balkan. Zarathustra schwingt keine Reden mehr, er tanzt Polka.

Die Stilrichtung von "Kapelsky" nennt der Veranstalter "Ostperanto-Folkjazz". Bandsound und Repertoire verbinden stilistische Komponenten verschiedener europäischer Gypsy-Musik miteinander und begegnen diesen mit einer "jazzigen" Experimentierfreude ohne Rücksicht auf Traditionsdogmen.

Die Instrumentierung (Violine, Gitarre, Konrabass) ist der "Manoush-Stilistik" entlehnt, dem französischen Gypsy-Swing, bekannt geworden durch Django Reinhardt und Stephane Grapelli.

Traditionelle Klezmer-Songs erhalten durch eigenständige Arrangements und moderne Improvisationskonzepte eine persönliche und zeitgenössische Note.

Bei den Eigenkompositionen erweitern "Kapelsky" das harmonische und rhythmische Vokabular des Folkloristischen und brechen auf in modernere Jazzgefilde. Umgekehrt werden scheinbar genrefremde Elemente wiederum "folklorisiert", so atmet ein Miles Davis-Stück mit einigen Kunstgriffen eine orientalisch-balkaneske Atmossphäre, wird der Pathos eines bombastischen "Also sprach Zarathustra" ironisch zu einer schelmischen Polka verballhornt. Überhaupt sind Humor, Ironie und das Spiel mit Klischees immer wieder eine wichtige Inspirationsquelle.

Die drei befreundeten Musiker haben mit "Kapelsky" endlich eine Formation gefunden haben, die auf Nachhaltigkeit beruht. Gitarrist Gregor Hengesbach und Bassist Michael Ashauer arbeiten seit 1994 in verschiedenen Konstellationen zusammen. Der Geiger Jani Weichsel ist seit 2004 "Kapelsky"-Mitglied.Karten für den Auftritt lassen sich vorab nur telefonisch reservieren bei Familie Koos unter der Nummer Telefon: (07164) 34 54.

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