Keine Hektik hinterm Vorhang

Der Zirkus Carl Busch gastiert noch bis Sonntag im Göppinger Stauferpark mit einer atemberaubenden Show. Hinter den Kulissen des Großzirkus ist aber von Hektik keine Spur.

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Auch Kamele müssen zur Vorstellung gut aussehen. Foto: Staufenpress

Während die Zuschauer noch Popcorn und Getränke ordern, laufen hinter den Kulissen des Zirkus Carl Busch die letzten Vorbereitungen. Erwartet wird dort oft hektisches Treiben. Umso überraschender ist daher die Realität: Es gibt keinerlei Anzeichen von Hektik. Dafür aber einen routinierten Ablauf hinter den Kulissen.

Das kommt natürlich nicht von allein. Die Vorbereitungen dauern den ganzen Tag an, bereits morgens beginnt das Training mit den Tieren. Ab neun Uhr wird mit Pferden und Co. in einer Trainingsmanege geprobt und bei einem Fitnesstraining werden auch die Muskeln der Tiere gestärkt, damit sie für die Show bestens gewappnet sind. Artisten trainieren im Anschluss an ihren Nummern, nähen neue Kostüme und bauen an neuen Requisiten für die Aufführungen.

Kurz vor der Show beginnt dann das große Reinemachen: Zwei Stunden lang säubern die acht Tierpfleger Pferde, Lamas, Elefanten, Kamele und all die anderen Vierbeiner des Zirkus Carl Busch. Dabei müssen sie gründlich vorgehen, denn in der Manege fällt ein einziger Strohhalm auf. Solche kleinen Patzer monieren die Dresseure, die die Tiere den Zuschauern präsentieren, bei den Tierpflegern sofort.

Parallel zu dieser Pflege schwingen die Artisten ihre Pinsel und Farbtöpfe: Am längsten bräuchten die Clowns für ihre Verwandlung, meint Pressesprecher Reto Hütter. Auch die Artistinnen würden viel Wert auf ihr Äußeres legen, denn im hellen Scheinwerferlicht sieht man jeden Fehler am Make-Up.

Artisten, wie beispielsweise der Drahtseilkünstler José Munoz, warten zwei Nummern zuvor ungeduldig hinter dem Vorhang. Auffällig ist dabei seine Kleidung, denn über das glitzernde Bühnenoutfit hat er einen Bademantel angezogen und trägt Gummistiefel. Erst kurz vor seinem Auftritt wechselt er die Schuhe. Der Untergrund auf der riesigen Fläche im Stauferpark ist der Grund dafür: Der Platz ist durch das Wetter dreckig. Doch die Akteure und Arbeiter sind das gewohnt, so wie sie den Ablauf der Aufführungen längst in und auswendig kennen. Alle arbeiten zusammen und haben ihre Aufgaben, so dass einem geglückten Programm nichts im Wege steht.

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