Kaum Frost: Straßenschäden halten sich in Grenzen

Nach dem milden Winter halten sich die Frostschäden auf den Straßen in Grenzen und den Kommunen bleibt mehr Geld für die laufende Sanierung. In der Baubranche ist die Winterpause ausgefallen.

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Der Frühling klopft an, die Schilder mit dem Hinweis "Straßenschäden" oder "Glatteis" stehen am Straßenrand, wie hier bei Maitis. Jedoch halten sich aufgrund der milden Witterung die Straßenschäden vielerorts in Grenzen.  Foto: 

"Für uns ist der Winter noch nicht zu Ende." Thorsten König, Leiter des Straßenbauamtes Kirchheim, will den Tag nicht vor dem Abend loben. Dennoch: Das vorläufige Resümee des Winters 2013/14 fällt aus Sicht des Baulastträgers für die Kreisstraßen im Landkreis Göppingen durchaus erfreulich aus. Die relativ milde Witterung, kein Schnee und nur selten Bodenfrost, die Straßen wurden geschont. Weniger Schlaglöcher, Risse oder eingedrückte Bankette: "Es ist deutlich zu erkennen, dass wir wesentlich weniger Frostaufbrüche haben als in den vergangenen Jahren", erklärt König. Für eine endgültige Bilanz sei es noch zu früh. "Es kann auch noch im April kalt werden", meint König. Erst im Mai/Juni können die Schäden in Euro und Cent beziffert werden.

Auch bei der Stadt Göppingen geht man davon aus, dass infolge des milden Winters in diesem Jahr weniger Geld für die Reparatur von Straßenschäden benötigt wird. "Der Schaden hält sich absolut im Rahmen", sagt Helmut Renftle, Leiter des Bereichs Tiefbau, Umwelt und Verkehr. 460 200 Euro stehen bei der Stadt für die Instandhaltung des 240 Kilometer langen Straßennetzes nebst 300 Kilometern Gehwegen und 200 Kilometern Feldwegen pro Jahr zur Verfügung. "Das reicht gerade fürs Nötigste", sagt Renftle. "In Wintern mit starkem Frost müssen wir stets Mittel nachfordern", ergänzt der Amtsleiter. Ein gewisser Verschleiß bleibe dennoch nicht aus: "Kanalschächte und Einbauten haben sich teilweise gesenkt, das müssen wir in Ordnung bringen", sagt Renftle.

Frostschäden in Gebäuden gehen zurück

Auch im Untergrund gibt es weniger Schäden. So verzeichnet die Energieversorgung Filstal (EVF) deutlich weniger Rohrbrüche als in vorherigen Wintern. Etwa ein Drittel der rund 150 Schäden im Jahr im 400 Kilometer langen Leitungsnetz. entfallen auf das erste Quartal, berichtet EVF-Geschäftsführer Martin Bernhart. "Bis jetzt sind es 20 bis 25 Rohrbrüche", fügt Bernhart hinzu.

Geplatzte Wasserleitungen oder ähnliche Frostschäden in Gebäuden gehen seit einigen Jahren ohnehin kontinuierlich zurück, berichtet der Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klempnerei, Hans-Georg Ehekircher. "Das liegt an der besseren Bauweise und Dämmung der Häuser sowie einer verbesserten Anlagentechnik", sagt Ehekircher. Aufgrund der überwiegend milden Witterung sei in den Gewerken der Baubranche die Winterpause ohnehin ausgefallen. "Wir hängen stark an den Gewerken, die im Winter stocken", erklärt Ehekircher. "In diesem Jahr flutschte es auf dem Bau." Fast ein bisschen zu gut nach dem Geschmack des Innungs-Obermeisters. "Viele hatten sich nach ein bisschen Ruhe gesehnt, um die liegen gebliebenen Dinge aufzuarbeiten." Zumal vor Weihnachten der Stress immer besonders groß sei, "da will jeder noch ins neue Haus einziehen".

Zwei Gesichter hat der milde Winter für die Bauhandwerker. "Wir konnten nahtlos weiterarbeiten", sagt der Obermeister der Bauinnung Göppingen-Geislingen, Eberhard Rapp. Mit der Folge, dass bereits im Januar und Februar nicht nur Überhänge, sondern bereits für das Frühjahr Aufgaben aufgearbeitet worden seien. Dem einen oder anderen Betrieb fehlten nun die Folgeaufträge. Das weiter niedrige Zinsniveau stimme jedoch optimistisch, dass auch 2014 gebaut werde.

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