Junge Bürger mischen mit Jugendgemeinderat wird im Mai gewählt

Junge Bürger sollen mitmischen und selbst Politik machen. Darauf legt die Göppinger Stadtverwaltung Wert. Im Mai findet die neunte Jugendgemeinderatswahl statt. Bewerber werden dringend gesucht.

|
Auch in Schulen darf im Mai gewählt werden. Foto: Archiv/Staufenpress

. "Ich möchte andere Jugendliche dazu bringen, dass sie sich für Politik interessieren", sagt der 17-jährige Julian Stutz. Er ist Schüler der Werkrealschule in Faurndau und seit bald zwei Jahren Mitglied im Göppinger Jugendgemeinderat. Dieser wird im Mai bereits zum neunten Mal gewählt. Das Gremium hat in der Hohenstaufenstadt inzwischen Tradition und liegt der Verwaltung am Herzen. So legt auch Bürgermeisterin Gabriele Zull großen Wert darauf, dass sich die jungen Bürger einbringen und den Stadträten sagen, was für ihre Generation wichtig ist.

Derzeit befinden sich 20 Jugendliche im Gremium. Unter ihnen ist auch Christina Lampe. Die 17-jährige ist Schülerin am Freihof-Gymnasium und hatte sich damals spontan beworben. Als sie in den Jugendgemeinderat gewählt wurde, war sie überrascht, wie viel sie dort lernen konnte. "Man kommt mit der Kommunalpolitik in Berührung. Das ist wirklich spannend." Sich selbst einzubringen und mit Argumenten möglichst viel für die junge Generation zu bewirken, ist für die Räte wichtig. "Es gibt viele in unserem Alter, die sich nicht für Politik interessieren. Vielleicht schaffen wir es, eine Brücke zu bauen", meint der 19-jährige Hermann Reich.

"Wir wollen, dass die Jugendlichen mitmischen. Sie sollen Sprachrohr sein für andere in ihrem Alter", erklärt Bürgermeisterin Zull. Inzwischen seien Mitglieder des Gremiums auch in verschiedenen Arbeitskreisen vertreten und können sich in Ausschüssen einbringen. "Zudem kommen Themen, die für die junge Generation relevant sind, zuerst in den Jugendgemeinderat." Wenn es um den Nachtbus, das W-Lan auf dem Marktplatz oder das Projekt "Stadtoasen" geht, dürfen sie mitdiskutieren und ihre Meinung einbringen. Dieser Prozess laufe zur Zeit richtig gut. Zull hofft, dass die nächste Generation der Jungpolitiker sich auch so für die eigenen Belange einsetzt.

Christina Lampe wird bei der Wahl vom 7. bis 12. Mai nicht mehr antreten. Sie lässt aufgrund des bevorstehenden Schulabschlusses lieber anderen den Vortritt. "Wir gehen mit einem Trailer auf Schultour. So bin auch ich damals auf den Jugendgemeinderat aufmerksam geworden", erzählt die 17-Jährige. Sie möchte möglichen Nachfolgern die Scheu nehmen. Im Internet hat Hermann Reich inzwischen eine Facebook-Gruppe für den Jugendgemeinderat eingerichtet. Die Resonanz sei bislang aber noch nicht zufriedenstellend. In den kommenden Wochen gilt es, möglichst viele Kandidaten zu finden. Gewählt werden kann nämlich erst, wenn mindestens 30 Bewerber ihren Antrag bei der Stadt eingereicht haben. Vor zwei Jahren gab es dabei anfangs noch Schwierigkeiten.

Info Wählbar ist und wählen darf, wer am letzten Wahltag (12. Mai) das 13., aber noch nicht das 19. Lebensjahr beendet hat. Zudem müssen die Bewerber seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Göppingen gemeldet sein. Einsendeschluss ist am 10. März. Formulare sind in Rathaus, Bürgerbüro, im Haus der Jugend, in den weiterführenden Schulen und im Internet unter

www.jgr.goeppingen.de zu finden.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Drama von Eislingen: Opfern die Kehle durchgeschnitten

Drei Tote in Eislinger Tiefgarage: Der mutmaßliche Täter hat seiner Noch-Ehefrau und deren Freund mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten und sich offenbar durch einen Kopfschuss selbst getötet. weiter lesen