Junge aus Moskau vom Stacking-Fieber erfasst

Ogien Stankovic kommt extra aus Moskau, um beim 4. Staufer-Stack eine Medaille zu holen. 250 Stacker, darunter ein Weltmeister, bechern einen Tag lang in der Stadthalle Eislingen um die Titel.

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Er hat zweifellos die weiteste Anreise zum 4. Staufer-Stack in der Eislinger Stadthalle: Ognien Stankovic. Noch mit etwas Schlaf in den Augen aber sonst topfit steht der Zehnjährige am Tisch und stapelt in rasender Geschwindigkeit die Kunststoffbecher übereinander. Zwei Tage Fahrt liegen hinter dem Jungen, der mit seinen Eltern extra aus Moskau zu dieser Meisterschaft in den Stauferkreis gefahren ist. „Er will hier eine Medaille holen“, erzählt die Mutter. Doch die Konkurrenz beim 4. Staufer-Stack ist groß. Mit fast 250 Teilnehmern meldeten sich so viele Stacker wie noch nie zu den offenen Kreismeisterschaften an. Und nicht nur Stacker aus dem Landkreis, darunter zahlreiche Schulmannschaften, wetteifern um den ausgelobten Kreissparkassen-Cup, sondern auch Teams aus anderen Städten Baden-Württembergs, aus Hessen und der Schweiz.

Manuela Kothe und Torsten Stähle haben die Wettbewerbe in der Eislinger Stadthalle bestens vorbereitet und das vielköpfige Helferteam gut instruiert – Voraussetzung, um die Wettbewerbe in die verschiedenen Stacker-Klassen durchführen zu können.

Während in der Stadthalle selbst an den Tischen unter den Augen der Schiedsrichter die Becher in Sekundenschnelle auf- und abgestapelt werden, herrscht in der neu eingerichteten „Warm-Up-Area“ den ganzen Tag über Hochbetrieb. Noch einmal üben für den Wettbewerb, der kurz darauf aufgerufen wird. Unter all jenen, die da an den vielen Tischen noch einmal ihre bunten Becher stapeln, ist auch einer, der das Sport-Stacking beherrscht wie kein Zweiter auf der Welt: Der frisch gebackene Weltmeister Roman Kehl. Erst vor einigen Tagen hatte er seinen Titel bei der WM in Orlando in den USA verteidigt. Die jungen Stacker, die ehrfurchtsvoll zu ihm aufschauen, sind erleichtert, dass selbst einem Weltmeister nicht immer alles glückt und schon mal ein Becher nicht stehen bleibt.

Die Initiatoren und Förderer des Staufer-Stacks, allen voran Schirmherr Landrat Edgar Wolff, Sparkassen-Chef Dr. Hariolf Teufel, Dr. Bernhard Kopf, Dr. Dieter Kassner, Wolfgang Merkle und Ute Schwendemann sind angetan vom Können und Eifer der Teilnehmer, von der Atmosphäre und auch von der Gruppe Box-Beat, die mit einer zünftigen Percussion-Show begeistert und den 4. Staufer-Stack musikalisch eröffnet. Edgar Wolff hebt die Vorteile des Sportstackings hervor, das Beidhändigkeit, die Auge-Hand-Koordination, die Reaktion, aber auch die Bewegung, die Konzentration und die Aktivierung beider Gehirnhälften fördere.

Kreissparkassen-Chef Teufel freut sich, dass viele Schüler auch in der Organisation mithelfen. Die Eislinger Silcherschule und die Pestalozzischule kümmern sich um das leibliche Wohl von Teilnehmern und Zuschauern. Dieter Kassner von der Kaufmännischen Schule erinnert u.a. an die Anfänge der Sportstacking-Bewegung im Kreis. Die Initiative gehe auf seinen Kollegen Karl-Otto Kaiser zurück. Nach fast zehnstündigem Wettbewerb stehen die Meister fest. Auch für Ogien Stankovic bekommt eine Medaille. Jetzt liegen noch 2500 Kilometer Heimreise vor dem Jungen.

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