JOAS NOTIZEN AUS DER PROVINZ: Ein deutsches Finale

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Nein, Bayern liegt nicht in Spanien und Messi spielt woanders. Götze hat nichts mit von Berlichingen zu tun, sondern kickt bei Borussia, Gomez heißt der bei München und Lewandowski macht das Runde immer in das Eckige, bevorzugt bei Real Madrid. Für Real Bayern ist Hoeneß verantwortlich, der im Abseits steht, weil er ein Eigentor geschossen hat, das ihm nicht einmal die größten Fans zugetraut hätten. Seine Abwehr ist jetzt durcheinander, weil so viele Shitstormer unter die Gürtellinie zielen, dafür steht die Abwehr des FC Bayern wie ein Mann.

Apropos: Die Mann-Deckung hätte bei Hoeneß um ein Haar versagt, der Schiedsrichter wollte ihn schon vom Platz nehmen, weil er in der Schweiz ein Millionenspiel vergeigt hat. Seine Einwürfe erschienen dem Schiri nicht glaubhaft. Hoeneß hat aber eine fantastische Ablöse bezahlt und könnte jetzt eigentlich zum Befreiungsstoß schreiten, wenn er nicht ständig die Siege seiner Bayern feiern müsste, die er als Spielmacher auf den Gipfel der Champions-League-Lust befördert hat. Andererseits ist er noch gar nicht zum Schuss gekommen, weil er ständig mit seiner Mannschaft feiern muss. Wembley ist so nahe, als läge es im Bayrischen Wald und Gomez übt bereits den finalen Rettungsschuss - in welches Tor auch immer. Klopp überlegt ernsthaft, seinen Haar-Transfer rückgängig zu machen, weil er wahlweise zu viele Haare in der Suppe findet, die der FC Bayern ihm eingebrockt hat, oder sich selbige ständig rauft, weil ihm der Götze-Dienst der Bayern langsam auf den Geist geht. Er weiß, "wichtig is aufm Platz", aber wo ist der überhaupt?

Die Sport-Schau muss laufen, sagt sich der gemeine Fernsehzuschauer, dem die deutschen Spitzenclubs irgendwie spanisch vorkommen. Nur der Kaiser behält die Ruhe vor dem Sturm und wischt aus der Tiefe des Raums mit einem "Jo, äh, schau mr mol" alle Angreifer vom Spielfeld. "Noch ist der Pole nicht verloren", sagt sich Klopp und trippelt schon mal den Bayern-Style. Der Heynckes soll sich derweil auf dem Weg in die Schweiz befinden - angeblich auf der Suche nach Wechselgeld für Lewandowski. Hoeneß, der immer noch nicht die Anpfiffe der Süddeutschen verkraftet hat, will ihm aber nicht sagen, wo es ist. Die Kanzlerin ist von Hoeneß enttäuscht und will ihre Fußballstiefel an den Nagel hängen, wenn sie das Endspiel - "Wir fahren nach Berlin" - gewonnen hat. Jetzt soll Seehofer eingewechselt werden. Der hat aber keine Zeit, weil er Ministerpräsident ist und die Gefahr von Linksaußen und nicht von Dortmund wittert. Irgendein Vollpfosten hat Klopp quasi als Konter geraten, er soll sein Haarteil bei Ebay versteigern.

Fußball ist wirklich nichts für Feiglinge.

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