Investor kümmert sich ums Parken

Das Konzept für den geplanten Baumwipfelpfad nimmt Gestalt an. Der Landkreis überlegt, sich an den Waldinformationsständen finanziell zu beteiligen.

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Viele Fragen sind noch offen, einige Punkte rund um den geplanten Baumwipfelpfad bei Wiesensteig werden aber nach und nach geklärt. So konnte Landrat Edgar Wolff jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr mitteilen, dass man Anfang und Ende des Pfades zusammenlegen könnte - so brauche man kein privates landwirtschaftliches Grundstück. Zudem strebe der Investor, die Erlebnis-Akademie aus Bad Kötzting, inzwischen eher ein dezentrales Waldinformationskonzept an, statt ein großes Infozentrum zu bauen.

Genau hier sieht der Landkreis auch eine Option, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen. Ursprünglich gingen die Überlegungen in die Richtung, dass der Kreis den zentralen Parkplatz errichtet und eventuell auch betreibt. "Doch die Erlebnis-Akademie übernimmt die Gesamtträgerschaft für das Projekt", berichtete Wolff. Das heißt, er baut die komplette Anlage und kümmert sich auch später um den Betrieb. Der Landkreis könne "aus gemeindewirtschaftsrechtlichen Überlegungen keiner wirtschaftlichen Betätigung nachgehen", heißt es in der Sitzungsvorlage. Mittel für die Waldinformation locker zu machen, sei hingegen unproblematisch, da Waldpädagogik und Umweltbildung öffentliche Aufgaben seien. Ob und wie der Landkreis hier in die Bresche springt, hänge schließlich vom Konzept ab.

Gewundert haben sich manche Kreisräte, warum nun doch keine Finanzspritze von der Forstverwaltung Baden-Württemberg kommt. Sie werde lediglich Ideen zur Gestaltung der Waldinformationseinrichtung einbringen, teilte der Landrat mit. "Die Forst BW hat diese Entscheidung so getroffen, und für die Erlebnis-Akademie ist das in Ordnung", erwiderte Wolff auf die Kritik der Bürgervertreter.

Die Verwaltung teilte auch eine Auflistung der Alternativ-Standorte für den Wipfelpfad aus - "die hätte ich gerne früher gehabt", monierte der CDU-Fraktionschef Wolfgang Rapp. Untersucht wurden die Standorte "Fränkel" bei Bad Überkingen, "Aimer" auf Markung Bad Ditzenbach, "Häule" bei Geislingen und eine Möglichkeit im Schlater Wald. Die meisten Vorteile hätte jedoch der "Feldkopf" bei Wiesensteig.

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