INTERVIEW mit Reiner Ruf zum Votum

Rechberghausen schnitt bei der Bürgerbefragung erneut am besten ab. Wir sprachen über die Ergebnisse mit Bürgermeister Reiner Ruf.

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Herr Ruf, Rechberghausen ist wieder zur Wohlfühlgemeinde gekürt worden. Wie bewerten Sie das Votum der Bürger?

REINER RUF: Das Votum freut uns. Diese Bewertung wird unseren Gemeinderat und die Verwaltung weiter anspornen. Die beteiligten Gemeinden haben sicherlich ein größeres Angebot. Unser Vorteil war wohl, dass alles überschaubarer ist.

Die Einkaufsmöglichkeiten, die Schulen und Kindergärten sowie die Ärzteversorgung wurden in Rechberghausen als besonders gut bewertet. Gibt es Ihrer Meinung nach auf diesen Gebieten trotzdem noch weiteren Handlungsbedarf?

RUF: Wir sind gerade dabei, diese Aufgaben weiter zu verbessern. Eine neue Mensa für das Schulzentrum Schurwaldschule hat die "Lokomotivfunktion" im schulischen Bereich übernommen. Die Georg-Thierer-Grundschule ist als nächstes Projekt für den Ausbau der Ganztagesbetreuung vor wenigen Tagen vom Gemeinderat beschlossen worden. Eine Kinderkrippe wurde bereits eröffnet. Zwei weitere Kinderkrippen sollen 2013 folgen. Außerdem werden gerade weitere Geschäftseröffnungen in der Lorcher Straße 1 und beim Rathausmarkt vorbereitet. Eventuell kommt 2013 noch ein weiterer Fachmarkt hinzu. Dann hätten wir nahezu ideale Einkaufsmöglichkeiten. Über unsere Ärzte im Ort sind wir sehr froh. Wir bemühen uns aber weiterhin um einen Kinderarzt, einen Orthopäden sowie um einen Augenarzt.

Die Spielplätze werden von den Bürgern überall schlecht bewertet. Sehen Sie dort Handlungsbedarf?

RUF: Bei den Spielplätzen gibt es immer Handlungsbedarf. Unsere Spielplätze werden von "Paten" betreut. Ständig ergänzen wir unsere Spielplätze oder überplanen diese neu wie derzeit einen Mehrgenerationen-Spielplatz in der Rosenstraße.

Wie wollen Sie es schaffen, auch in den kommenden Jahren die Wohlfühlgemeinde im Kreis zu werden?

RUF: Unsere Verwaltung bleibt an den Themen dicht dran und der Gemeinderat sieht darin einen Aufgabenschwerpunkt. Das familienfreundliche Rechberghausen steht neben den schon genannten Themen im Mittelpunkt unserer Ziele. Mit der Bildungsoffensive hat die Schurwaldschule mit Haupt-, Werkreal- und Realschule als Verbundschule mit fünf Zügen alle Optionen. Aktuell werden die neuen Möglichkeiten durch die veränderte Bildungspolitik, wie beispielsweise die Einführung einer Gemeinschaftsschule, genau beleuchtet, um eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Schulstandortes zu gewähren. Die Verbandsversammlung vom Gemeindeverwaltungsverband Östlicher Schurwald hat daher beschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

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