INTERVIEW · UWE LAUB: Realität hat die Vision eingeholt

Uwe Laub ist einer von wenigen Autoren, die für ihren Roman einen großen Verlag gefunden haben. Wie es dazu kam und warum er froh ist, dass sein Thriller "Blow Out" heißt, verrät er im NWZ-Interview.

|

Sie sind einer von wenigen Autoren, die einen großen Verlag für ihren Roman gefunden haben. Wie viel Prozent Glück war da dabei?

UWE LAUB: Schwierig zu sagen . . . Manchmal kann man sein Glück auch erzwingen.

Und Sie habens erzwungen?

LAUB: Eine Portion Glück gehört immer dazu, ich habe aber auch für das Glück gearbeitet.

Und wie lange haben Sie daran gearbeitet?

LAUB: Von der ersten Idee, den Roman zu schreiben, bis zur Veröffentlichung sind fünf Jahre vergangen.

Wenn Sie ein junger Autor fragt, wie er am besten einen Verlag findet, was würden Sie ihm raten?

LAUB: In erster Linie sind die Charaktere, die Protagonisten wichtig. Die müssen interessant sein. Oft erinnert man sich weniger an die Geschichte als an die Figuren. Das ist das A und O, da muss man viel Wert auf deren Entwicklung legen. Aber natürlich muss die Story auch noch was bieten (lächelt).

Ihr Buch spielt im Jahr 2052 und skizziert eine erdrückende Datenüberwachung. Wenn Sie sich den realen NSA-Datenskandal anschauen: Hat da nicht die Realität Ihre Zukunftsvision längst eingeholt?

LAUB: Ja, zu einem gewissen Teil schon. Aber man darf nicht vergessen: Als ich vor fünf Jahren begonnen habe, die Geschichte zu entwickeln und zu recherchieren, war man da im Wissen noch sehr weit entfernt. Enthüllungen wie die von Edward Snowdon waren damals undenkbar. Rückblickend hätte ich vieles in der näheren Zukunft ansiedeln können, sprich: Man hätte nicht ins Jahr 2052 gehen müssen.

Namen sind ja meist Verlagsrecht. Gab es da Änderungen?

LAUB: Gab es bei meiner Hauptfigur, der Emma Fisher, da hatte ich zuerst einen anderen Namen. Dafür haben sie zum Glück meinen Arbeitstitel "Blow Out" übernommen, das passiert im Verlagsgeschäft auch nicht allzu häufig.

Zur Person vom 21. Dezember 2013
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Architekt spricht von Affront

Der Planer der neuen Klinik am Eichert, Manfred Ehrle, kann sich nicht vorstellen, dass die Pläne zum Erhalt des Altbaus ernst gemeint sind. weiter lesen