In Westerheim "verklemmt nix"

In kleiner Besetzung bot die Theatergruppe der Chorgemeinschaft Westerheim dem Publikum zwei kurzweilige Theaterabende. Der Dreiakter "Bei uns verklemmt nix" von Albin Braig kam beim Publikum gut an.

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Theaterleiter Karl Wiedmann eröffnete in der Rolle eines angesäuselten Bürgermeisters den Theaterabend in Westerheim: Nach einer langen Nacht war dieser Bürgermeister auf dem Weg nach Hause über den Campingplatz gestolpert und dort an mancher Zeltschnur hängengeblieben. So kam es, dass er mit einem an ihm hängen gebliebenen Bikinioberteil vor seiner sowieso schon gereizten Ehefrau Gertrud (Elisabeth Walter) erschien. Lediglich das Erscheinen des ortsansässigen Pfarrers (Felix Wiedmann) rettete den Schultes aus der prekären Situation.

Schultes und Pfarrer wollen am See ein Hotel bauen lassen, haben die Rechnung allerdings ohne den Erfinder und Naturfreund Otto Knöpfle (Ingo Hiller) gemacht. Die Straße zum See soll ausgerechnet durch dessen Haus führen, was bedeutet, das er mit allen Mitteln weg muss. Widerstand und Tumult sind die Folgen. Selbst die Geschäftsfrau Balkausen (sehr überzeugend gespielt von Neuling Doreen Berrer) kann Otto nicht um den Finger wickeln. Er verbarrikadiert sich und bringt das Publikum mit seiner Hose, die er immer wieder mit den Händen in den Taschen nach oben zieht, zum Brüllen.

Als I-Tüpfelchen kehrt des Bürgermeisters gläubiger Sohnemann Hansgeorg (hier überzeugte Markus Kässer) vom Stift zurück - sehr zur Freude der Mutter, die ihren Spross schon von der Kanzel predigen sieht. Dass "der Stift seinen Stift bereits dem Stift gestiftet hat", erweist sich jedoch als Irrglauben der Mutter. Der Stift hatte das Stift längst an den Nagel gehängt, war ein erfolgreicher Werbemanager geworden und ist liiert mit der Camperin Sabine (entzückend von Laura Rehm gespielt).

Die Verwirrungen nehmen zu. Bei der Szene, als der Schultes seinen Sohn mit Bienchen und Blümchen aufklären wollte - bog sich das Publikum vor Lachen. Auf die Ansage von Hansgeorg: "I ben doch ,Gra - fiker", erwiderte Hemerdinger: "I Depp verknote mir schier mei Zong - jetzt isch der Profi", und die Lacher im Publikum wollten schier kein Ende nehmen.

Der Star des Abends war und blieb Otto Knöpfle - dank der Mimik und des schauspielerischen Talents von Ingo Hiller. Egal ob im Kampfanzug und mit Wasserpistole bewaffnet oder als Spanner mit seinem großen Fernrohr - er hatte die Herzen des Publikums erobert und erhielt sehr viel Lob und Beifall.

Zum Schluss bekam der Pfarrer zwar nicht sein Hotel, dafür Glocken für die Kirche, aus dem Hotel wurde ein Reiterhof für Sabine und Hansgeorg, das Finanzmanagement übernahm Geschäftsfrau Balkausen, die sich als Mutter von Sabine outete und alle waren glücklich - vor allem Otto, der in seinem Häusle wohnen bleiben durfte und mit seinem neuen, größeren Fernrohr den FKK-Strand genau überwachen wollte.

Info für Maske und Bühnenbild war Elfriede Baumeister verantwortlich; souffliert haben: Elfriede Mayer und Bernhard Gaus.

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