In Ebersbacher Kindergärten wird es eng

In den Ebersbacher Kitas wirds eng. Die Kapazitäten bei Ganztagesplätzen sind erschöpft, jedoch besteht kaum Interesse am Waldkindergarten.

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Von wegen Einwohnerschwund. Zumindest in der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen stellt die Ebersbacher Stadtverwaltung derzeit einen gegenteiligen Trend fest. "Es sind überraschend starke Zuwächse zu verzeichnen", stellte der für Schulen und Kindergärten zuständige Bereichsleiter, Egon Eisele, in der Sitzung des Ausschusses für Verwaltung und Bürgerschaftliches Engagement fest. "Anfang 2014 werden voraussichtlich alle Plätze im gesamten Stadtgebiet belegt sein", erklärte Eisele. Die Verwaltung arbeite an Übergangslösungen. So sei daran gedacht, stillgelegte Kindergärten in der Krapfenreuter Straße und in Roßwälden vorübergehend wieder zu aktivieren.

Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen, dass eine Waldkindergartengruppe etwas Luft verschaffen könnte. "Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf in Ebersbach dafür derzeit nicht vorhanden ist", sagte Eisele. Lediglich vier Kinder seien angemeldet worden, zehn hatte der Gemeinderat als Mindestgrenze festgelegt.

Dagegen steige die Nachfrage nach Ganztagesbetreuungsplätzen stetig, berichtete Eisele dem Ausschuss im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans für 2013/14. Derzeit seien die vorhandenen Kapazitäten erschöpft. Abhilfe verspricht sich die Verwaltung von dem zusätzlichen Angebot des neuen Anbieters "Mehr Raum für Kinder", einer gemeinnützigen GmbH aus Waldkirch. Der Betreiber will in den frei werdenden Räumen des Waldorfkindergartens in der Krapfenreuter Straße 20 Plätze für Drei- bis Sechsjährige sowie eine Krippengruppe einrichten.

Trotz der Erweiterung reiche mittelfristig auch das Angebot an Betreuungsplätzen für unter dreijährige Kinder nicht aus, machte Eisele deutlich. Die neuen Gruppen des privaten Anbieters sowie des Waldorfpädagogischen Vereins, der im Herbst dieses Jahres seine neue Einrichtung in der Martinstraße in Betrieb nehmen will, könnten vorerst Abhilfe schaffen. Eisele geht davon aus, dass die Stadt im neuen Kinderhaus an der Marktschule, das im September 2014 eröffnet werden soll, gleich mit zwei Krippengruppen an den Start gehen wird.

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