Immer noch ein Kracher

350 Besucher toben, singen und lachen sich krumm. Respekt für Michael Gaedt und Michael Schulig nach Music-Comedy und tiefgründigem Humor bei der kleinen Tierschau in der Westerheimer Albhalle.

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Es dauert keine Minute, schon tobt das Publikum in der Westerheimer Albhalle: Michael Gaedt und Michael Schulig rollen als Wohnwägen durch die Menge, erreichen die Bühne und "es geht ab" beim Publikum. Ein Augenzwinkern oder ein Fingerdeut reichen und die Besucher sind hin und weg. "Wenn ich verrückt bin, muss ich singen", beginnen sie ihre Show und fordern nach unverständlichem Text: "Mitsingen". Da "gegen Jazz nur ein einziges Medikament" wirkt, galoppieren sie durch "Smoke on the water" am Genfer See mit der Aufforderung: "Rauchen Sie auf dem Wasser". Sie weisen danach auf den letzten freilebenden Ostalbtiger hin, der als schweißtropfender Michael Schulig Tigerbalm verlangt.

Nach ihrem Hinweis zur Namensgebung "Die kleine Tierschau" leiten sie über zu zauberhaften "Programmkosmetikerinnen", die dauerlächelnd zum Sexappeal der Bühnenshow beitragen bis Gaedt sogar die Hosen runter lässt: Es mögen 15 Slips sein, die sich unter seinem Schwesternkittel befinden und nach und nach fallen; die Sicht auf den Letzten verhindert ein sprühender Kracher.

Sei es im Tanz mit Lackledernem oder als Lurchi und seine Freunde, sei es bei der Suche nach Nachwuchskünstlern oder mit Silbenvertauscher Schulig - die beiden Michaels glänzen auf der Bühne musikalisch und wortgewaltig, zeigen sogar Seriosität, wenn die Besucher zittern, auf die Bühne geholt zu werden. Keineswegs übergriffig, sondern in guter Qualität beziehen sie das Publikum in die Show mit ein. Sie lassen es etwa Messer werfen oder Turban binden auf der motorisierten Turbanwickelmaschine aus Indien.

Zwei abgesägte Sprudelflaschen geben den Takt auf den Köpfen der beiden Michaels an, und zwar zu Edith Piafs "Je ne regrette rien". Das Lied sei die elegante Umschreibung auf Französisch von "scheißegal", wie Gaedt vorher erklärt.

Gegen Ende toppen die Comedians all ihre bisherigen Einlagen, zum Beispiel als Spanier oder in indisch-meditativen Beiträgen für ein "oversexed Publikum" begleitet von Schulig auf einer Sitar "geschnitzt aus den Wurzeln des Himmalajakürbis".

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