Im Sessellift auf das Kalte Feld

Die Bauarbeiten für den ersten Sessellift auf der Alb beginnen im Sommer 1965 am Osthang des Kalten Felds bei Degenfeld. Es entstehen neue Abfahrtspisten, die 200 Meter Höhenunterschied überwinden sollen.

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Um den Sessellift am Osthang des Kalten Felds auf der Schwäbischen Alb bauen zu können, müssen die Arbeiter zunächst mit den Pferden die gefällten Stämme rücken. Die Skifahrer sollen durch die Waldschneise ins Tal flitzen können.  Foto: 

Seit langem schon hatten die Wintersportler von Degenfeld und Umgebung den Wunsch, das gesamte Gelände des Kalten Felds zu einem großzügigen Wintersportzentrum zu machen.

Die letzten schneereichen Winter und das zunehmende Interesse weiter Bevölkerungskreise am Skisport haben diesen Wunsch noch verstärkt, war in der NWZ-Ausgabe vom 13. August 1965 zu lesen. Bereits zwei Jahre zuvor war der erste Schlepplift am Osthang des Kalten Felds erbaut worden. Der Ansturm auf den etwa 400 Meter langen Lift wurde so groß, dass die Degenfelder Skisportler einen weiteren Schlepplift in unmittelbarer Nähe planten. Doch das Innenministerium verweigerte dem Plan die Zustimmung unter Hinweis auf die Sicherheitsbestimmungen für die Einflugschneise zum Segelfluggelände Hornberg.

Die zweite Variante ganz in der Nähe ließ sich nur mit Hilfe eines teuren Sessellifts verwirklichen. Auch hier waren langwierige Verhandlungen mit dem Innenministerium und den Naturschutzbehörden erforderlich. Wenige Wochen zuvor war bereits mit den Arbeiten begonnen worden. Die Gemeinde Degenfeld ließ in den Gemeindewald am Steinbühl große Schneisen für den 900 Meter langen Sessellift und die vier etwa 1200 Meter langen Abfahrtspisten schlagen.

Der Lift sollte an elf Masten aufgehängt werden und stündlich bis zu 600 Personen in Doppelsesseln befördern können. Der schmale Feldweg zur Talstation solle im folgenden Jahr verbreitert werden und auch die Parkplatzfrage war schon zufriedenstellend gelöst worden, denn alle betroffenen Landwirte hatten sich bereits der "Vereinigten Skizunft Kaltes Feld" angeschlossen. Eine Sommernutzung des Lifts wurde ebenfalls in Betracht gezogen.

Die Sesselliftanlage in Degenfeld auf dem Kalten Feld wurde inzwischen stillgelegt und komplett abgebaut.

Was sonst noch geschah . . .

15. August 1990: Stall und Scheune des Tegelhofes auf der Kuchalb bei Donzdorf werden durch ein Feuer völlig zerstört. Das angegliederte Wohnhaus kann gerettet werden, Verletzte gibt es keine, da der Hof nicht bewirtschaftet ist.

18. August 1990: Die Bürgerinitiative Unteres Filstal übt Kritik an Bundesbahnprojektleiter Ernst Krittian, der den Ausbau der Filstalstrecke zur Schnellfahrtrasse bewirbt und die Heimerl-Variante über den Flughafen übergeht.

18. August 1965: Auf einen erfolglosen Einbruch in der Fabrik Schaal in Salach folgt eine rasante Verfolgungsjagd mit der Polizei, während der auch fünf Schüsse fallen. Die Einbrecher können jedoch unerkannt entkommen.

SWP

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