Im künstlichen Koma: Große Sorge um früheren Innenminister Birzele

Der frühere SPD-Innenminister Frieder Birzele liegt im künstlichen Koma in der Klinik am Eichert. Familie und Parteifreunde sind in großer Sorge.

|
Frieder Birzele ist schwer erkrankt.  Foto: 

Am Freitag wurde er 74 Jahre alt:  Frieder Birzele, unter Erwin Teufel von 1992 bis 1996 SPD-Innenminister der großen Koalition in Stuttgart.  Doch seine Familie ist in großer Sorge um den gebürtigen Göppinger. Nach einer akuten Erkrankung auf einer Urlaubsreise in den USA hat sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert. Frieder Birzele liegt derzeit im künstlichen Koma in der Klinik am Eichert.

„Das macht uns sehr traurig“, sagte am Sonntag Peter Ritz, Kreisrat und Fraktionsvorsitzender der SPD im Eislinger Gemeinderat. Gerade am Sonntag auf dem Uhinger Neujahrsempfang der Sozialdemokraten, bei dem der amtierende Innenminister Reinhold Gall zu Gast war, hätten die Genossen über Birzele gesprochen. Alle seine sich einig gewesen, sagt Ritz, dass der frühere Minister möglichst rasch wieder auf die Beine kommen sollte. „Wir sind im direkten Kontakt zu seiner Frau, die uns immer auf dem Laufenden hält.“

Bereits im Herbst sei Birzele in Florida schwer erkrankt, sagt Ritz. Behandelt wurde er dann in Göppingen. Akut sei nun eine Lungenentzündung hinzugekommen, deshalb hätten die Ärzte der Klinik am Eichert den 74-Jährigen in ein künstliches Koma versetzt. SPD-Kreisvorsitzender Sascha Binder bestätigt, dass Birzele in der Klinik liegt, will sich aber nicht zu Details äußern. Er sagt nur, dass seine letzten Informationen über Birzeles Gesundheitszustand vom vergangenen Freitag stammten – dem Geburtstag des früheren Ministers, der von 1996 an auch Ersten Stellvertretender Präsident des Landtags war.

Frieder Birzele war auch war Vorsitzender des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg und saß bis vor wenigen Monaten im SWR-Rundfunkrat. Seit dem Ende seiner politischen Laufbahn 2006 arbeitet er wieder als Rechtsanwalt.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Im Handwerk fehlt der Nachwuchs

Kurzfristig einen Handwerker zu finden, werde immer schwieriger, beklagen Kunden. In den Gewerken jedoch fehlen Mitarbeiter und vor allem Auszubildende, sagen Insider. weiter lesen