Inner Wheel Club Im Einsatz für die Mitmenschen

Göppingen hat jetzt einen Inner Wheel Club. Derzeit treten 18 Frauen für die Ziele der Vereinigung ein: Freundschaft, soziales Engagement und internationale Verständigung.

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Die 18 Frauen des neu gegründeten Inner Wheel Clubs Göppingen. Im November findet die offizielle Charterfeier statt. Die Präsidentin Christiane Steinbrenner (mittlere Reihe, Vierte von rechts) ist mit Feuereifer bei der Sache.  Foto: 

Christiane Steinbrenner ist Feuer und Flamme: „Der Club ist wie eine Art Familie. So etwas habe ich in anderen Bereichen noch nie erlebt.“ Die 53-Jährige steht dem neuen Inner Wheel Damenservice-Club in Göppingen als Präsidentin vor und hat gerade alle Hände voll zu tun: Am 11. November wird der 43. Club des Distrikts 86 und der 232. in Deutschland ganz offiziell mit einer Charterfeier gegründet. „Das wird sehr feierlich“, kündigt Steinbrenner an. Zu der Zeremonie haben sich jede Menge Gäste angesagt: Göppingens Erste Bürgermeisterin Almut Cobet wird ein Grußwort sprechen. Die Übergabe der Charterurkunde übernimmt Distriktpräsidentin Jutta Nerlich, die Aufnahme der Mitglieder in den internationalen Club die Gründungsbeauftragte Anne Jaeger. Auch Grüße der Weltpräsidentin stehen auf dem Programm, dies übernimmt die nationale Repräsentantin Ute Peithmann-Koch. Kristina Roth, systemische Beraterin und Coach, wird die Festrede zum Thema „Ein gelungenes Leben“ halten.

Wirklich inhaltlich habe der frisch gebackene Göppinger Club noch nicht arbeiten können, räumt die Präsidentin ein. Die Organisation der großen Feier nehme derzeit viel Raum ein, „und wir sind ja noch ganz am Anfang“. Die Ziele von Inner Wheel, deren internationaler Club die weltweit größte Frauen-Service-Organisation ist, sei aber klar definiert: Freundschaft, soziales Engagement und internationale Verständigung. „Man trifft sich einmal im Monat, die Gruppe wird über die Jahre zusammenwachsen“, sagt Christiane Steinbrenner. Anteilnahme, Solidarität, Füreinander-Dasein und Hinhören, von diesen Werten sei Inner Wheel geprägt. Auch der soziale Einsatz sei eine Verpflichtung: „Wir sind gerade auf der Suche nach geeigneten Projekten, spruchreif ist aber noch nichts“, gibt die Präsidentin eine Wasserstandsmeldung. Auch über die Frage, wie der Göppinger Club an Geld und Spenden kommt, müssen die Mitglieder noch beraten. Gedacht sei beispielsweise an eine Aktion auf der Göppinger Waldweihnacht.

Das Thema internationale Verständigung beinhalte nicht nur die Aufgeschlossenheit Fremden gegenüber, es gehe auch um humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt. „Inner Wheel schaut über den Tellerrand und hat auch die Weltpolitik im Blick“, verdeutlicht die Göppinger Präsidentin. Der hiesige Club will sich aber zunächst einem Projekt vor Ort annehmen.

18 Frauen haben sich bisher in der Vereinigung zusammengeschlossen – „unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft“, sagt Steinbrenner. „Das ist eine ganz zufällig gemischte Gruppe.“ Der Göppinger Inner Wheel Club ist der 43. des Distrikts 86. „Dieser geht sehr weit: Von Saarbrücken in Richtung Ulm und von Mainz bis zum Bodensee“, erklärt die Präsidentin. Und wie kam es zu der Gründung in Göppingen? „Die Distrikt-Vorsitzende, die in Mainz wohnt, hat gesehen, dass es in Göppingen und Geislingen einen großen Rotary-Club gibt“, berichtet Steinbrenner. Frauen mit rotarischem Hintergrund im Kreis seien angeschrieben worden, das erste Treffen fand dann im Oktober 2016 statt. Manche Frauen seien wieder abgesprungen, andere kamen hinzu. Schließlich sei der Club im Februar dieses Jahres inoffiziell gegründet worden.

Nun folgt im November die offizielle Zeremonie. Danach werden sich die 18 Frauen mit der Frage beschäftigen, wie es mit dem frischgebackenen Club weitergeht. „Wir wollen ganz sicher wachsen, die Frage ist nur wie und wie schnell“, sagt Steinbrenner, die gerne auch jüngere Mitglieder aufnehmen würde.

Größte Organisation lnner Wheel ist die weltweit größte Frauen-Service-Organisation. Nachdem die Mitgliedschaft in den frühen Jahren – seit 1924 – zunächst nur Frauen und Witwen von Rotariern offenstand, durften später auch weibliche Verwandte von Rotariern und lnner Wheelerinnen beitreten. Zusätzlich können die Clubs mit mehrheitlicher Zustimmung der Mitglieder seit wenigen Jahren auch Frauen ohne rotarischen Hintergrund aufnehmen.

Beobachtender Status Inner Wheel ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte, nicht-staatliche Organisation (NGO: Non Governmental Organization) und gehört zu den größten internationalen Frauenvereinigungen. Als NGO hat Inner Wheel einen beobachtenden Status im Wirtschafts- und Sozialrat der UNO, Delegierte von Inner Wheel sind bei den UNO-Zentren in Genf, New York und Wien akkreditiert.

Geschichte Die Geschichte von Inner Wheel begann in England während des Ersten Weltkriegs, als Frauen von Rotariern die sozialen Aktivitäten ihrer im Krieg weilenden Männer fortführten. Am 10. Januar 1924 gründete Margarette Golding den ersten lnner Wheel Club in Manchester, 1934 folgte die Association of lnner Wheel Clubs in Großbritannien und Irland. 1967 entstand der International Inner Wheel. Der erste deutsche Club wurde 1968 in Lübeck gegründet. Heute gibt es 232 Clubs in sieben Distrikten mit rund 8200 Mitgliedern. Weltweit sind es 103 000 Mitglieder in 103 Ländern auf allen fünf Kontinenten.

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