Im Bildungszentrum mehr Raum zum Lernen und Erholen

Mit einer Feier sind am kooperativen Bildungszentrum von Messelbergschule und Rechberg- Gymnasium in Donzdorf die neuen Räume eröffnet worden.

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Bei der Feierstunde freuten sich die Schulleiter Franz Fischer (li.) und Klaus Ege (re.) sowie Bürgermeister Martin Stölzle über die neuen Räume.  Foto: 

Modern und offen, transparent und ansprechend ist er geworden, der neue Mittelbau an der Messelbergschule Donzdorf. Damit repräsentiert dieser auch architektonisch den Anspruch des kooperativen Bildungszentrums – gemeinsam wollen die Messelbergschule und das Rechberg-Gymnasium den Schülern an Gymnasium und Gemeinschaftsschule flexiblere Bildungswege und neue didaktische Voraussetzungen eröffnen. Nun wurde bei einem Festakt der Neubau mit Mensa eingeweiht.

„Eine richtungsweisende Entscheidung“ und ein „klares Bekenntnis zum kooperativen Bildungszentrum“ hätten die Gemeinderäte der beteiligten Orte Donzdorf und Lauterstein abgegeben, betonte der Donzdorfer Bürgermeister Martin Stölzle bei der Begrüßung. Das zweigliedrige Schulsystem sei somit am Standort Donzdorf endgültig angekommen. „Schule und Bildung sind prioritäre Standortfaktoren“, unterstrich Stölzle mit Blick auf die große Bedeutung der Schulentwicklung für die Stadt. Auch beim Land, das den Neubau mit rund einem Viertel der Kosten bezuschusst hat, bedankte sich der Rathaus-Chef. Franz Fischer, Direktor des Rechberg-Gymnasiums, stellte indes die Bedeutung des Neubaus für das Schulleben heraus. „Wir setzen große Hoffnungen auf diese Mensa“, sagte Fischer. Diese könne von der Oberstufe ganztägig genutzt werden und solle auch den Veranstaltungen der SMV offenstehen. „Der erste Punkt auf der Tagesordnung in den letzten Jahren war immer die Mensa“, betonte Franz Fischer – umso glücklicher sei man nun über den Neubau, der in Zukunft neben der großen Mensa auch Büroräume und ein Lehrerzimmer beheimatet.

„Als Kapitän der GMS Messelberg“ hieß Rektor Erich Ege die Gäste willkommen. Nach Zeiten „stürmischer, oft auch sehr unruhiger und rauer See“ sei die Schule nun froh, die Bauzeit hinter sich gelassen zu haben.

Unter dem Motto „Non vitae, sed scholae discimus“ – „nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ – führte im Weiteren Professor Hans-Peter Stenzl mit Studenten der Hochschule für Musik in Stuttgart durch das Programm. Anknüpfend an jenes Zitat des römischen Philosophen Seneca, der damit seinerzeit das Konzept mancher Philosophieschulen kritisiert hatte, stellte Stenzl den Donzdorfer Neubau „ob seiner Klassizität, die die Gedanken klar werden lässt“ in eine kulturgeschichtliche Tradition von Seneca über Joseph Haydn bis Erich Kästner. Den Studenten aus Stuttgart gelang es überdies, Werke dieser Künstler zu rezitieren, vorzuspielen und mit Blick auf den schulischen Kontext humorig darzustellen.

Das Publikum bestand an diesem Abend nur aus geladenen Gästen. Die Veranstaltung stand auch programmatisch für den ideellen Anspruch der neuen Räume im kooperativen Bildungszentrum: Didaktisch wie auch räumlich neue Wege zu gehen und den Schülern bei ihrem persönlichen Lern- und Lebensweg zur Seite zu stehen.

Am Freitag und am Samstag konnten auch die Donzdorfer Bürger die neuen Räume am Bildungszentrum bei einem Tag der offenen Tür  mit buntem Programm in Augenschein nehmen – Sie nutzten diese Möglichkeit ausgiebig.

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