Ideen für die Göppinger Innenstadt

Stuttgarter Architektur-Studenten haben sich mit der Göppinger Innenstadt beschäftigt. Die spannenden Ideen sind ab Montag in der Kunsthalle zu sehen.

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"Die Studenten kennen die lokalen Diskussionen nicht und sind völlig unbelastet an ihre Aufgaben herangegangen", stellt Professor Dr. Erwin Herzberger fest. Zusammen mit Nenad Popovic ist er begeistert von den Gedanken, die sich das Quartett zur weiteren Entwicklung der Göppinger Innenstadt gemacht hat. Die zwei Dozenten der Stuttgarter Universität haben ihre Studenten, die alle in Stuttgart leben und Göppingen vor ihrer Projektarbeit nicht kannten, in ihren ganz unterschiedlichen Entwürfen in gänzlich verschiedenen Bereichen der Stadt in den vergangenen Monaten begleitet. "Kommunalpolitische Brennpunkte" wurden dabei bewusst vermieden.

Die Studenten konnten sich jeweils zwei Orte aussuchen, an denen sie ein Architekturprojekt entwickeln. Dabei hat sich zunächst herausgestellt, dass die angehenden Architekten Göppingen gar nicht so negativ beurteilen, wie dies viele Göppinger selbst tun. "Die Neue Mitte ist ein großartiges Projekt für eine Stadt dieser Größe", betont Vanessa Fischer. Und erhält Unterstützung von Sanghyun Hong. "Das ist mehr, als ich erwartet habe". Aus Seoul kommend, gefallen ihm "die kurzen Wege und das viele Grün im Zentrum". Einen anderen Studenten hat die "geographische Lage der Stadt" beeindruckt. Einig sind sich die jungen Leute: "Wenn man aus dem Bahnhof herauskommt, wird man vom Turm der Kreissparkasse erschlagen. Hier stimmen die Proportionen nicht." Igor Ili hat sich eine schmale Baulücke in der Vorderen Karlstraße ausgesucht. Das Einfamilienhaus, das er dort plante, "ist modern und auffallend, fügt sich aber dennoch ein". Sein zweites Projekt ist die städtebauliche Entwicklung des Gebiets zwischen der Jahnstraße und der Fils. Dort hat er ein umfassendes Konzept zum Wohnen und Arbeiten entworfen. Dejan Mijailovi sieht zwischen dem Alten E-Werk und der Stadthalle den Würfel einer neuen Kunsthalle, die er nach außen öffnen und nicht zu sehr von der historischen Bebauung absetzen will. Von ihm stammt auch der Entwurf eines Hotels, das die Fassade der Stadthalle aufnimmt und nach Westen verlängert. Vanessa Fischer lässt am Kornhausplatz die Fassade des Parkhauses hinter einem "Stadtregal" verschwinden: "Der Platz hat großes Potenzial, wirkt aber nicht sehr einladend." Das gemeinschaftliche Wohnen verschiedener Generationen und Zielgruppen ist das Thema von Sanghyun Hong. Vor allem für Familien müsse das Wohnen in der Innenstadt attraktiv gemacht werden, da sie hier eine perfekte Infrastruktur vorfinden. Am westlichen City-Rand könnte ein Wohnkomplex "mit geschütztem Innenhof die Grundstücke aufwerten". Westlich des Oberhofenparks kann sich der Student ein Mehrfamilienhaus vorstellen, das "den Wunsch nach Grün einerseits und die Nähe zur Stadt andererseits erfüllt".

Ihre Entwürfe, die Professor Herzberger in anschauliche Skizzen umgesetzt hat, zeigen die Studenten im Rahmen des Diskussionsprozesses "Innenstadtforum 2030" in der Göppinger Kunsthalle.

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