Hunde knüpfen Kontakt zu scheuen Kindern

Von und mit Hunden lernen stärkt das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen. Das Projekt "Tierisch starke Kids" der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen ist sehr gefragt.

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  • Corinna Krämer mit Sheyna und Jolisa: Bei SOS lernen Kinder mit tierischer Unterstützung. Foto: Margit Haas 1/2
    Corinna Krämer mit Sheyna und Jolisa: Bei SOS lernen Kinder mit tierischer Unterstützung. Foto: Margit Haas
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Große schwarze Augen, ein kuscheliges Fell - dem Charme von Sheyna und Jolisa kann niemand widerstehen. "Streichle mich und spiel mit mir", ist die überdeutliche Botschaft. Die beiden kleinen Hunde von Corinna Krämer sind die wichtigsten Akteure im Projekt "Tierisch starke Kids" der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen (SOS), das vor einem Jahr mit großem Erfolg an den Start ging. Die maximal zwölf Plätze sind immer belegt. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis elf Jahren lernen, mit anderen Kids und mit tierischer Unterstützung durch die beiden Hunde ihre eigenen Stärken kennen und erfahren, wie sie auf andere wirken, erklärt Monika Pandikow, die Leiterin von SOS: "Das stärkt das Selbstbewusstsein, aber auch das Körpergefühl", ergänzt Corinna Krämer, die das Projekt leitet.

Die Sozialpädagogin und ausgebildete Hundetrainerin weiß, dass Sheyna und Jolisa "eine hohe Toleranz und Spaß an der Arbeit haben". Sie hat mit ihnen an einer Weiterbildung zur Fachberaterin für tiergestützte Intervention teilgenommen: "Denn nur wenn wir als Team funktionieren, können wir erfolgreich arbeiten." Für sie sind ihre Hunde eine relativ leichte Methode, mit den Kindern in Kontakt zu kommen: "Der Hund hat eine Brückenfunktion, wenn die Kinder sonst nicht ansprechbar oder sehr zurückhaltend sind." Von Vorteil sei dabei, dass die Hunde klein sind. "Große wirken eher bedrohlich."

Die Ansprüche, die kommen, sind ganz unterschiedlich. "Ich jedenfalls gebe nichts vor", betont Corinna Krämer. Eine Achtjährige etwa wollte ihre Angst vor Hunden verlieren, ein Elfjähriger seine Kontakthemmungen überwinden. Er sei nach kurzer Zeit bereits viel offener geworden. Der Umgang mit Sheyna und Jolisa stärke auch das Gruppengefühl und aktiviere die Hilfsbereitschaft der Kinder. "Er steigert ihre Sprachfähigkeit und ihre Sprechfreude und baut ihr Konzentrationsfähigkeit und ihr Reaktionsvermögen aus", beobachtet Corinna Krämer regelmäßig. Und die Kindern erfahren mit den beiden Hunden ganz unterschiedliche Charaktere und Temperamente und lernen, sie einzuordnen.

"Die Hunde können viel bewegen, sie nehmen uns allerdings die Arbeit nicht ab", betont Monika Pandikow. "Das Projekt Tierisch starke Kids ist aktuell aus Spenden finanziert", so Pandikow weiter. Sie freut sich, dass dank der Guten Taten das Projekt für ein weiteres Jahr gesichert ist. Die NWZ-Aktion unterstützt die tiergestützte Pädagogik mit 7590 Euro. Sieben- bis Elfjährige, die Sheyna und Jolisa kennen lernen wollen, kommen einfach montags von 16 bis 18 Uhr in den SOS-Treff in der Schillerstraße 18.

Info www.sos-kinderdorf.de

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