Hofkäserei bekommt Auszeichnung

Die Hofkäserei vom Waldeckhof ist gestern für einen ihrer Hartkäse ausgezeichnet worden. Der Verband für handwerkliche Milchverarbeitung kürte die Käsespezialität zu einer der besten von 2014.

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Die Geschäftsführerin des Waldeckhofs, Karin Woyta, die Herstellerin des Käses, Anja Bock, und Verbands-Geschäftsführer Marc Albrecht-Seidel.  Foto: 

Er ist dreieinhalb Kilo schwer und muss bei 13 Grad und konstanter Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent mindestens drei Monate reifen. Täglich will er gepflegt werden, indem er von Mitarbeitern unter der Anleitung von Anja Bock, die für die Käserei zuständig ist, mit Salzwasser abgerieben wird. Dann bildet er seine Rotkulturrinde.

Der Käse wird aus eigener Schafsmilch vom Waldeckhof nach Bio-Richtlinien hergestellt. 2014 war er so gut, dass er aus über 150 verschiedenen Hofkäsen bei der Deutschen Käseprüfung bundesweit den zweiten Platz belegte und mit der "Käseharfe in Silber" ausgezeichnet wurde. Sollte der Waldeckhof den Publikumspreis, der einmal im Jahr vergeben wird, wiederholen können, darf er den Wanderpokal aus Silber behalten. Außerdem bekam der Hartkäse auch noch den Qualitätspreis in Bronze von der Fachjury des Verbands für handwerkliche Michverarbeitung (VHM).

Dessen Geschäftsführer Marc Albrecht-Seidel lobte die Arbeit der Mitarbeiter des Waldeckhofs und übergab die Preis-Harfe. Sie symbolisiert das große Werkzeug Käseharfe, mit dem bei der Käseherstellung die dick gelegte Milch in die gewünschte Größe geschnitten wird.

Anja Bock, die seit knapp zwei Jahren auf dem Hof arbeitet, freute sich über die Auszeichnung. Geschäftsführerin Karin Woyta, die 1997 die Staufen-Arbeits- und Beschäftigungs GmbH (SAB) unter dem Motto "Arbeit statt Sozialhilfe" gegründet hat, sagt: "Ich freue mich besonders, zeigen zu können, dass wir in der Lage sind, solch qualitativ hochwertige Produkte herzustellen." Für den Verbraucher sei es ein Vorteil zu wissen, wo das Produkt herkomme und dass es in handwerklicher Arbeit hergestellt werde.

Der Waldeckhof betreibt Landwirtschaft mit einer Käserei, einem Hofladen und einem Hofcafé. Sein Ziel ist, Langzeitarbeitslose zu beschäftigen und sie wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Woyta sagt: "Unsere Menschen kommen im politischen Leben nicht mehr vor, und es wird alles gekürzt". Deshalb freue sie die Anerkennung doppelt.

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