Hochwassergefahr wird entschärft

Den Sommer müssen sie noch überstehen. Dann haben die Anwohner der Auchtertsiedlung in Zell Hochwasserschutz. Der Gemeinderat gab grünes Licht.

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Erleichterung bei Michael Gregorg und seinen Mitstreitern. Eben hat der Zeller Gemeinderat den Haushaltsplan abgesegnet, mit der Kanalauswechslung in der Frühlingstraßer als größtem Brocken. Darüber gabs keine Diskussion. Bürgermeister Werner Link hatte das im letzten Herbst vorgeschlagen. Es war jetzt keine Frage mehr.

Damit ist Gregorgs Mission erfüllt. Seit dem Unwetter vom 3. Juli 2009, als Wassermassen von 70 Liter pro Quadratmeter auf eine überforderte Kanalisation trafen, ist er Sprecher der Hochwassergeschädigten. Damals mussten Keller ausgepumpt, Hauswände getrocknet werden. All die Zeit ist Gregorg dem Gemeinderat im Nacken gesessen mit der Forderung, Hochwasserschutz zu betreiben. Das hatte er so angekündigt und die Gemeindefinanzen durchleuchtet.

Er brauchte einen langen Atem. Erst musste die Planung anlaufen, dann war kein Geld da. Es geht immerhin um 800 000 Euro. Im letzten Herbst hat Gregorg noch mal nachgelegt, mit einer Chronik der Hochwasserereignisse im Gebiet Auchtert. Seine Botschaft: Der 3. Juli 2009 war nur die Spitze des Eisbergs, die Gefahr blitzte immer wieder auf. Erst letzten Sommer wieder, "da war es knapp", sagt Gregorg. Nach diesem Vortrag hatte er den Eindruck, dass der Gemeinderat begriffen hatte. Jetzt kann er aufatmen. "Die Hochwassergefahr wird entschärft."

Beseitigt wird ein Flaschenhals in der Kanalisation - eine Bausünde seit mehr als 40 Jahren, urteilt der frühere Maschinenbautechniker Gregorg. Ein Kanal, der zu klein und flach ist, außerdem noch ungünstige Einläufe hat. Jetzt bekommt er den doppelten Durchmesser, die Zuläufe werden strömungstechnisch verändert. Ob das reicht, um alle Hochwassergefahr zu bannen, weiß Gregorg nicht. Aber: "Bisher sind wir nach 30 Minuten Starkregen abgesoffen. Jetzt reicht es vielleicht 60 Minuten."

Allerdings nicht gleich morgen. Gregorgs Wunsch, den Kanal bis zur Starkregenzeit Ende Mai zu verlegen, wird sich nicht erfüllen. Der Schultes denkt, dass der Bau vor der Sommerpause beginnt und sich bis Ende des Jahres zieht.

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