Hochschule: Standort für Zukunftsthemen

Mit einem Festabend und einem informativen Vortrag von Dieter Manz hat die Hochschule Esslingen das 25-jährige Bestehen ihres Standorts Göppingen gefeiert.

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  • Wenn es keine Scherben geben soll, kommt es beim Einschenken auf jeden Millimeter an. Die Besucher schauten gestern am Tag der offenen Tür fasziniert zu. 1/2
    Wenn es keine Scherben geben soll, kommt es beim Einschenken auf jeden Millimeter an. Die Besucher schauten gestern am Tag der offenen Tür fasziniert zu. Foto: 
  • Einen Blick auf eine mögliche Technologie der Zukunft wagte Festredner Dieter Manz. 2/2
    Einen Blick auf eine mögliche Technologie der Zukunft wagte Festredner Dieter Manz. Foto: 
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Noch sind es Visionen, die am Freitagabend dem einen oder anderen Ehrengast beim offiziellen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Hochschulstandorts Göppingen nur ein leichtes Lächeln abverlangt haben. Doch was Dieter Manz, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Manz AG, von den Technologien der Zukunft, intelligenten Stromnetzen und miteinander kommunizierenden Autos und Waschmaschinen berichtet hat, sei gar nicht so weit hergeholt. „Wenn Ihnen vor 25 Jahren jemand etwas von den Funktionen und Möglichkeiten, die man heute mit einem Smartphone hat, erzählt hätte, dann hätten Sie das wohl auch nicht geglaubt“, sagte Manz.

Die Technologie, vor allem im Energiemanagement werde sich in Zukunft rasant entwickeln. Gerade beim Thema der Stromspeicherung seien die Hersteller nicht mehr weit von Marktangeboten weg. Dabei helfe die Automobilindustrie, die sich für die Elektromobilität um die Entwicklung günstiger und effektiver Akkus kümmert. Gemeinsam mit intelligenten Stromnetzen sei dann der Schritt zu einer weitreichenden autarken Versorgung im Einfamilienhaus nicht mehr weit. Heute noch sei es für viele undenkbar, dass es dezentrale und sehr kleinteilige Stromnetze gibt, die nicht von den großen Energiekonzernen versorgt werden, sondern der Strom vom eigenen Dach oder des Nachbarn kommt. Dass die Vision realistisch ist, kann Manz begründen: „Vor 25 Jahren haben die Telefonleitungen und auch das Telefon zu Hause der Post gehört – warum soll eine solche Veränderung nicht auch im Energiebereich möglich sein?“

Immer wieder vergleicht er anlässlich des Hochschuljubiläums die Situation von vor 25 Jahren und heute und stellt fest: „Was sich in dieser Zeit entwickelt hat, ist imposant – diese Entwicklungen haben Ingenieure gemacht, wie sie auch an der Hochschule Esslingen und am Standort Göppingen ausgebildet werden“, sagte der Referent, der selbst Absolvent der Hochschule Esslingen ist.

Das Hochschuljubiläum des Standorts würdigte auch Landrat Edgar Wolff. „Doch Göppingen ist nicht nur ein Standort, sondern ein wichtiges Standbein“, betonte er in seinem Grußwort. Der Göppinger Landtagsabgeordnete Dietrich Birk (CDU) unterstreicht die Weitsicht, die die Landesregierung vor 25 Jahren mit der Gründung des damaligen Fachhochschulstandorts hatte. „Eigentlich was Göppingen für ein Technikmuseum vorgesehen gewesen – wir sind froh, dass es doch eine Hochschule geworden ist, die Zukunftsthemen bearbeitet und eben nicht nur Geschichte darstellt“, sagte Birk. Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till ist „stolz auf unsere Hochschule“ und dankte seinem Amtsvorgänger Hans Haller, der ebenfalls zum Festabend gekommen war, für sein Engagement bei der Entstehung des Hochschulstandorts.

In den vergangenen 25 Jahren habe sich die Filiale in Göppingen bestens entwickelt, sagte Rektor Professor Bernhard Schwarz, der viele Jahre die Entwicklung begleitet und geprägt hat. Einst sei Göppingen die erste Fakultät für Mechatronik in Deutschland gewesen, heute zählt sie zu den besten in der Bundesrepublik. Das liege nicht nur an dem großen Engagement und Know-how der Professoren und Mitarbeiter, sondern auch an der guten Zusammenarbeit im Landkreis mit Unternehmen, Wirtschaftsförderern und dem Landesnetzwerk Mechatronik, das seinen Sitz nicht ohne Grund in Göppingen hat – der „Mechatronik City“.

Gestern hat sich die Hochschule in Göppingen mit einem Tag der offenen Tür präsentiert. Trotz des Regenwetters haben sich zahlreiche Besucher in den Laboren umgeschaut und sich an Mitmachversuchen beteiligt. „Wir freuen uns über die große Resonanz“, freut sich Rektor Schwarz. In zahlreichen Gesprächen gab es Informationen zu den Studiengängen in Göppingen und Esslingen. Zahlreiche Fahrzeuge aus dem Bereich der Elektromobilität zeigten, dass dieser Sektor ein wichtiger Schwerpunkt der Lehre in der Hohenstaufenstadt ist.

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