Hilfe für Straßenhunde

Der gemeinnützige Verein "Aktiv für Tiere" setzt sich seit 16 Jahren für Tiere im Kreis Göppingen ein. Die Mitglieder unterstützen auch Projekte im Ausland - beispielsweise eines für Straßenhunde in der Türkei.

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Vorsitzende Ruth Eberhardt (li.) und Funda Ekici.  Foto: 

Der Göppinger Verein "Aktiv für Tiere" besteht nun schon seit 16 Jahren. Seither setzt er sich für das Wohl der unterschiedlichsten Tiere ein: Hunde, Katzen, Reptilien, Meerschweinchen und Vögel. Die Tiere werden beispielsweise kastriert, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren oder medizinisch versorgt, wenn sie verletzt oder krank sind.

Der Verein unterstützt mehrere Projekte. Beim derzeit größten Vorhaben arbeiten die Mitglieder mit der "Turkish Animal Rescue Organisation" - kurz Taro - zusammen. Das Projekt wurde von Funda Ekici aus Göppingen ins Leben gerufen und nimmt Straßenhunde in der türkischen Stadt Burhaniye auf. Ekici gründete die Organisation im August 2012 mit der Unterstützung des Göppinger Vereins "Aktiv für Tiere". Kurz nach der Gründung wurde eine Auffangstation gebaut, in der derzeit etwa 130 Hunde und Welpen ein vorübergehendes Zuhause haben. Seit Mai 2013 betreut Taro nun auch das örtliche Tierheim.

Große Kastrationsaktion

Die Aktiven arbeiten dort eng mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden zusammen. "Bürgermeister Fikret Akova steht voll hinter uns und hat alle seine Versprechen vom Mai letzten Jahres gehalten", freut sich Ekici. Zu den Versprechen gehört, dass in Burhaniye keine Hunde mehr vergiftet werden, was vielerorts in der Türkei vor allem nach der Urlaubssaison noch zur Routine gehört. In der Türkei sei es üblich, dass Urlauber sich Welpen in den unzähligen Pet-Shops kaufen und die Tiere am Ende ihres Aufenthaltes zurücklassen, berichtet Funda Ekici. Im März plant Taro in Zusammenarbeit mit der Stadt eine große Kastrationsaktion: Insgesamt sollen 150 Hunden kastriert werden. Ekici, die alle zwei bis drei Monate in die Türkei reist, wird bei dieser Aktion wieder vor Ort sein.

Ekici betont, dass es nicht Sinn und Zweck des Projektes sei, Hunde und Welpen nach Deutschland zu bringen, sondern sie nach der Kastration wieder in ihr Revier zu entlassen und somit die unkontrollierbare Fortpflanzung zu verhindern. Funda Ekici kommt für alle anfallenden Kosten selbst auf. Dazu gehören Anreise, Unterkunft und Lebensunterhaltskosten.

Nicht nur in der Türkei kümmert sich der Verein um die Kastration von Tieren, sondern auch im Kreis Göppingen. Auf der Internetseite wird berichtet, dass beispielsweise regelmäßig Bauernhofkatzen kastriert werden, "um die bereits bestehenden Populationen nicht noch mehr anwachsen zu lassen."

Eine Lebensnotwendigkeit für den Verein und seine Projekte sind Patenschaften. Besonders bei Taro sind die Hunde auf Paten angewiesen. Bei einer Patenschaft fallen monatlich 15 Euro an, die von Unterstützern in Deutschland gespendet werden. Davon können in der Türkei Futter und Impfungen bezahlt werden, die die Hunde dringend benötigen.


Info www.aktiver-tierschutz.de

www.tarogermany.de

Spendenkonto: 8703402, BW-Bank, BLZ: 60050101

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