Hexen dominieren Umzüge

Mit bunten Umzügen haben die Narren im Landkreis die Fasnacht gefeiert. Gestern bestaunten Tausende den fast zweistündigen Lindwurm in Wiesensteig. Zuvor gab es Umzüge in Gosbach und Mühlhausen.

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Am Rosenmontagsumzug in Wiesensteig beteiligten sich gut 2000 Narren, tausende Zuschauer säumten die Straßen. Mehr als 75 Gruppen, Motivwagen und 18 Musik- sowie Guggenkapellen führte der Narrenbüttel der Fasnetsgesellschaft mit seiner Schelle an. Den Umzug dominierten einmal mehr die Hexen. Mehr als 800 wurden gezählt. Sie trieben ausgiebig ihren Schabernak vor allem mit jungen Frauen, die kräftig mit Konfetti eingerieben wurden. Das vor Jahren ergangene Konfettikanonen-Verbot der Stadt war schlichtweg "für die Katz". In Wiesensteig führten die Narren ganze Autoanhänger, Schubkarren und Badewannen voll Konfetti mit und warfen diese in die Menge.

Neben den Hexen gab es natürlich auch viele andere Masken und bunte Verkleidungen zu bestaunen. So auch die Preisträger der "Wiesensteiger Gombige-Gruppen", die mit Gießkannen als Kopfschmuck, als Tanzgruppe mit Puppen, als Tanzpartner und hübschen Bunnys für Heiterkeit sorgten. Mehr den heimischen Gegebenheiten als bundesweiten Themen widmeten sich die Motivwagen. Beim 42. Umzug durch Gosbach nahmen 42 Gruppen teil. Der sonst eher beschauliche Bad Ditzenbacher Ortsteil machte seinem Namen als Faschingshochburg wieder alle Ehre. Laufgruppen, Garden, Hexen, Hästräger, Guggenmusiker und Mottowagen sowie der Krämermarkt - mit wenigen Ständen - ließen den Wettermix aus Regen, Graupel, Schnee, Wind und Sonne schnell vergessen. Die Gruppen mit insgesamt 1500 Akteuren ließen sich vom Publikum feiern und bejubeln. Die Kolpingfamilie Gosbach hatte mit ihrem Mottowagen Griechenland im Visier und schlug vor, die finanzielle Misere durch den Kauf der Akropolis zu lindern.

Am Fasnetsumzug der Mühlenhexen von Mühlhausen beteiligten sich 44 Gruppen. Die Hästräger und die Zuschauer genossen den Trubel auf Mühlhausens Straßen. Hexen, Waldschrat, Kobolde, Deifel und Gassarassler - alle möglichen seltsamen Gesellen trieben ihr Unwesen. Kapellen und Guggamusikgruppen sorgten mit ihren Rhythmen, ihren harmonischen oder schrägen Klängen vollends für Partylaune pur. So manche junge Schönheit versuchte sich noch vor den Hexen in Acht zu nehmen, doch trotz aller Vorsicht wurden sie von den geübten Häschern erspäht und abgeschleppt. Viel Beifall erhielten die Gruppen, die erstaunlich hohe Menschenpyramiden aufbauten. Erstmals traten in Mühlhausen die Peitschenknaller des Albvereins Westerheim auf.

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