Heuschnupfen: Pollen bereits im Höhenflug

Niesen, juckende Augen, Triefnase, Atemnot. Die Wärme sorgt dafür, dass Pollenallergiker ihre Taschentücher schon jetzt bereithalten müssen.

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Heuschnupfen-Geplagte haben es längst bemerkt: Die Frühblüherpollen sind schon unterwegs. Noch eher als sonst haben sich Hasel- und Erlenpollen auf den Weg gemacht und die der Birken stehen auch schon in den Startlöchern. Eigentlich für Bestäubung und Befruchtung zuständig, verirren sie sich in Atemwege, was bei Allergikern dazu führt, dass das Immunsystem beginnt, Abwehrmechanismen mit lästigen Symptomen zu mobilisieren. "Wir erwarten aufgrund des milden Winters eine frühe und heftige Heuschnupfensaison", prognostiziert die Heininger Apothekerin Eva Ungerer. "Schon jetzt werden antiallergene Mittel verlangt. Am häufigsten verschreibungsfreie Medikamente, bei denen es wichtig ist, schnell und bereits bei den ersten Anzeichen zu reagieren." Aber auch homöopathische Mittel seien gefragt. Die Apothekerin rät, Heuschnupfen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und bei Atemnot oder eitriger Bindehautentzündung einen Arzt aufzusuchen.

Eine vierköpfige Familie aus Eislingen kann ein Lied von der Suche nach probaten Mitteln singen. "Wir sind alle schwer vom Heuschnupfen geplagt", erzählt die Mutter, der früher erst ab Mai Gräserpollen Probleme machten. Inzwischen reagiert sie auch auf Hasel und Erle und die Leidenszeit beginnt früher. Beim Sohn, der schon als Kleinkind an Heuschnupfen litt, entwickelte sich Asthma. Von Antiallergenen bis zur Sensibilisierung haben die Familienmitglieder schon allerhand ausprobiert. Wirklich Abhilfe schuf schließlich die Akupunktur.

Der Dürnauer Allgemeinmedizi-ner Dr. Hermann Gottwik ist einer der Ärzte, der Betroffenen seit sieben Jahren mit "augmentierter Akupunktur" Erleichterung verschafft. Dabei handle es sich um eine Kombination aus Akupunktur, Neuraltherapie und Elektroakupunktur. Die einmalige Behandlung, die nur bei akuten Symptomen angewandt werden kann und keine Kassenleistung ist, verzeichne eine hohe Erfolgsquote. Hermann Gottwik hat auch einen deutlichen Anstieg an sogenannten Kreuzallergien festgestellt. Eine solche kennt auch ein junger Mann aus Eschenbach, der berichtet: "Während der Heuschnupfenzeit kann ich kein Weizenbier trinken, sonst gehen mir sofort die Atemwege zu."

Taogetics-Therapeut Fred Waibel empfiehlt, das Immunsystem rechtzeitig, also lange vor der "Polleninvasion", durch Aufenthalte an der frischen Luft, Kneippen und ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu stärken. Auch seien gegen Heuschnupfen Kräuter gewachsen, aus denen hilfreiche natürliche Produkte hergestellt würden.

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