Heimatbund gründet Göppinger Gruppe

Der Schwäbische Heimatbund setzt sich für menschenwürdige Lebensräume ein. Jetzt wird auch in Göppingen eine Regionalgruppe gegründet.

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Dr. Walter Keller ist heimatverbunden, kann auf eine Jahrhunderte zurückreichende Ahnentafel blicken. Heimat ist für den Göppinger "in erster Linie die Beziehung zu Natur, Sprache und Geschichte des Ortes, aus dem ich komme". Seit über 30 Jahren ist er Mitglied im Schwäbischen Heimatbund (SHB). Der sieht Heimat als Aufgabe, setzt sich ein für die Erhaltung prägender Lebensräume, Ortsbilder, Denkmäler und Landschaften. Die Vorstellung von aktiver Heimatpflege umfassen auch die gezielte Förderung von privaten Initiativen. Zu diesem Zweck verleiht der SHB Preise für natur- und denkmalpflegerische Projekte.

Regelmäßig berichten die Mitglieder in der Publikation "Schwäbische Heimat" über Aktionen, Forschungsergebnisse und neue Herausforderungen wie etwa der Vereinbarkeit von Solaranlagen und historischer Baukultur. Dort hat auch Dr. Keller in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Beiträge veröffentlicht zu ganz unterschiedlichen Themen wie der ersten Synagoge Göppingens oder der Oberhofenkirche. An weiteren Veröffentlichungen arbeitet er derzeit. Der Kreis Göppingen, seine Geschichte, seine Baudenkmäler, seine unverwechselbare Landschaft kommen ihm freilich bislang zu wenig vor - und dies, obwohl rund 130 Mitglieder des SHB aus dem Landkreis kommen. Sie hat Dr. Keller jetzt zur Gründung einer Regionalgruppe Göppingen-Geislingen eingeladen. Gemeinsam mit ihnen will er den Blick verstärkt auf den Landkreis lenken. "Vor Ort wollen wir vernünftig mitreden auch im Umgang mit der Natur."

Die Mitglieder sollen verstärkt zu Veranstaltungen und Exkursionen eingeladen werden. Das Programm für die nächsten eineinhalb Jahre haben Dr. Keller und ein Kreativkreis von einem runden Dutzend Engagierten bereits ausgearbeitet. So wird im April Professor Erwin Herzberger zu einer Stadtbildführung mit dem Schwerpunkt auf dem Apostelareal einladen. Der Diözesankonservator Wolfgang Urban wird über die Wandmalereien im Landkreis sprechen, Rose-Marie Gräfin von Degenfeld wird die Geschichte ihrer Familie vorstellen, in Schlat ist ein Spaziergang durch die Streuobstwiesen und eine Verkostung in der Manufaktur Jörg Geiger geplant.

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