Harmonische Klänge beim Blasmusik-Festival

Wo sich Fans der Blasmusik  begegnen ist Stimmung garantiert.: Beim 10. NWZ-Blasmusik-Festival im proppenvollen Maientagsfestzelt heizten acht Kapellen aus dem Landkreis den  Besuchern ein.

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Ein musikalisches Feuerwerk für alle Generationen präsentierten acht Orchester aus dem Blasmusik-Kreisverband Göppingen bei der zehnten Auflage des NWZ-Blasmusik-Festivals. Indes, so richtig wollte der Funke zu Beginn nicht ins Publikum überspringen. Es dauerte, bis die Besucher in Partystimmung kamen.  Vielleicht trug die leider allzu schummrige Beleuchtung, die bereits auf die Band am Wochenende technisch programmiert war, dazu bei.

Seine gelungene Premiere feierte der Musikverein (MV) Ottenbach, der  unter Leitung der jungen, blonden Sina Fuchs erstmals dabei war und die  musikalische Eröffnung übernahm. „Des isch die Helene Fischer vom Filstal“, stellte Moderator  Michael Branik süffisant  fest. Der Radiomann führte mit informativen und launigen Worten durch den Abend, zuvor kündigte er den festlichen Einzug der Honoratioren ins Festzelt an. Optisch bot der Blick ein farbenprächtiges und fröhliches Bild.

Allen voran schritten die Jagdhornbläser der Kreisjägervereinigung Göppingen unter Leitung von Joachim Rau und der Trachtengruppe Dürnau-Bad-Boll-Gammelshausen mit ihrer Chefin Simone Größl, gefolgt von Festival-Schirmherr OB Guido Till mit Familie. Fröhlich winkend auch die Festwirtsfamilie Karl und Daniela Maier, und die Brauer-Familie Kumpf von der Kaiser-Brauerei, Landrat Edgar Wolff, viele Bürgermeister aus den musikalisch teilnehmenden Gemeinden sowie Roland und Claudia Ströhm vom Blasmusik-Kreisverband.

Mit vier Schlägen setzte OB Guido Till auf der Bühne den Spund ins erste Fass und eröffnete offiziell das Blasmusikfestival und gleichzeitig den Maientag. Nachdem die Waidmänner und –frauen mit zwei Stücken erfreut hatten, ergriff Dirigent Robert Glaser von der Musikkapelle  Bad Ditzenbach den Taktstock, der MV Ebersbach, unter  Leitung von Alexander Gärtner, schloss sich mit schwungvollem Spaß nach Noten nebst Gesangseinlagen an.

Projektkapelle zum Jubiläum

„So schön ist die Blasmusik“ präsentierte der MV Heiningen-Eschenbach unter dem Dirigat von Florian Pallasch und  nach dem Trachtenwettbewerb stellte sich mit der 33-köpfigen Projektkapelle des Blasmusik-Kreisverbands unter Leitung von Philip Walford ein Novum vor. „Eine Idee zum 10. Blasmusikfestival etwas Außergewöhnliches zu machen“, beflügelte Roland Ströhm, Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes Göppingen, unter dessen Dach 42 Musikvereine angesiedelt sind. Querbeet aus diesen Vereinen hatten sich Instrumentalisten im Alter von zwölf bis 83 Jahren zusammengetan, um als Projektkapelle anzutreten. Viel Beifall brandete auf, insbesondere auch für Jonas Geiger, der mit seinen Percussion-Soli überzeugte.

„Musik ist Trumpf“, damit zündete der MV „Germania“ Donzdorf unter Leitung von Henry Großmann eine Gute-Laune-Rakete und der bis dato verhaltene Stimmungs-Knoten schien endlich zu platzen. Der MV Kuchen mit seinem Dirigenten Joachim Rath setzte noch eins drauf und verstand es, mit einem dynamischen Repertoire sich in die Herzen der Hörer zu spielen und das Publikum auf die Bänke zu treiben. 

Die legendäre Stimmung im Zelt war wie in den Vorjahren wieder da. Zu „Auf der Vogelwiese“ wurde ausgelassen gesungen und geklatscht. Zum Schluss überreichte der MV Gingen/Fils einen traditionell gebundenen Melodienstrauß.  Souverän am Taktstock agierte Gunnar Merkert, zog mit seinen Musikern alle Register und feuerte das inzwischen stehende Publikum  „Atemlos“ und mit der  Hymne der Blasmusik dem „Böhmischen Traum“  an.

Zugabe über Zugabe wurde bis kurz vor Mitternacht erfüllt. Kurzum, alle Orchester verstanden es vortrefflich, die Plattform zu nutzen und für die Blasmusik zu begeistern.

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