Grünes Licht für "Stadtoasen"

Einstimmig hat der Göppinger Gemeinderat das Projekt "Stadtoasen" beschlossen. Die Verwaltung wies Befürchtungen von Anliegern zurück, im Schlosswäldle soll eine neue "Partymeile" entstehen.

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Kaum gibts eine Idee, ist der Protest schon da: Anlieger der Burgstraße befürchten eine "Partymeile" im Schlosswäldle. Die Stadt widerspricht. Foto: Margit Haas

Ein Workshop im Rahmen des "Innenstadtforums 2030" brachte es ans Licht: Jugendliche in Göppingen wünschen sich mehr Plätze und Flächen, an denen sie sich gerne aufhalten. Dazu gehören auch Sitzgelegenheiten und mehr Grünflächen sowie Aktionen, die für Jugendliche geeignet sind. Auf diese Weise entstand das Projekt "Stadtoasen", mit dem die Stadt Rosenheim vor drei Jahren gute Erfahrungen gemacht hatte.

Jetzt hat auch der Göppinger Gemeinderat einstimmig grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Vergangene Woche beauftragten die Bürgervertreter die Verwaltung, mit den Streetworkern der Bruderhaus-Diakonie, weiteren Akteuren der Jugendarbeit sowie den Jugendlichen selbst für den Schlossplatz und das Schlosswäldle "temporär eine Aufenthaltsqualität zu schaffen". Das Projekt "Stadtoasen" in Göppingen ist zunächst auf 2012 begrenzt.

Im Rathaus fallen keine zusätzlichen Personalkosten für die sozialpädagogische Betreuung an, da die Streetworker zeitweise ihre Schwerpunkte auf die Plätze der "Stadtoasen" verlegen. Für Sachkosten werden maximal 5000 Euro bereit gestellt. Voraussichtlich im März findet ein weiterer Workshop statt, um die "Stadtoasen" vorzubereiten, bevor in den Sommerferien ein erstes Projekt in der Göppinger Innenstadt beispielhaft umgesetzt wird.

Anlieger der Burgstraße protestieren bereits mit Transparenten an ihren Häusern. Manche Anwohner befürchten offenbar, im Schlosswäldle soll eine neue "Partymeile" entstehen - verbunden mit der entsprechenden Lärmbelastung. Doch dem sei nicht so, betonte Bürgermeisterin Gabriele Zull im Gemeinderat. "Wir nehmen die Sorgen der Anlieger aber ernst", sagte Zull und berichtete über ein erstes Treffen mit Bürgern, das am Montag vergangener Woche stattgefunden habe. Man habe im Rathaus sofort reagiert, betonte Zull. Die Stadträte sprachen sich ungeachtet der Kritik von Anwohnern einhellig für die Schaffung der "Stadtoasen" aus. Christoph Weber (Grüne) erinnerte daran, dass das Projekt dazu geeignet sei, die Bereiche Schlossplatz und Schlosswäldle "aufzuwerten".

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Kommentare

20.02.2012 17:50 Uhr

Kommentar von Herrn Thiele/Nicht immer gleich nein sagen

Herr Thiele wäre gut beraten gewesen, mit Anwohnern der Burgstraße Kontakt aufzunehmen bevor er diesen subjektiven Kommentar verfasst.
Die Anwohner erfuhren aus der Presse von den Stadtoasen. Die Stadtverwaltung informierte die Anwohner im Vorfeld in keinstere Weise.
Ist das demokratisch und kooperativ ?Herr Thiele ist gerne eingeladen, eine Nacht in einem Haus in der Burgstraße zu verbringen.Dann hat er Informationen aus erster Hand.

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