Gold für Göppinger Jugendorchester in New York

Standing Ovations in der Carnegie Hall: Das Göppinger Jugendsinfonieorchester erhielt beim New York International Music Festival die Goldmedaille.

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Treppenstufen auf dem Weg zum Erfolg: das Jugendsinfonieorchester Göppingen kurz vor dem Auftritt im Backstage-Bereich der Carnegie Hall. Nach dem Konzert gab es Standing Ovations für die mehr als 100 Jugendlichen - und als weitere Belohnung die Goldmedaille von einer hochkarätig besetzten Jury.  Foto: 

Die Aufregung war groß, doch bei der Preisverleihung am Dienstagnacht fiel alle Anspannung von den Jugendlichen ab: Die Freude sei "riesig", berichtete Martin Gunkel der NWZ wenige Stunden nach dem Wettbewerb per Mail aus New York. "Es ist ja schon eine außergewöhnliche Auszeichnung, beim New York Festival mitmachen zu dürfen und in der Carnegie Hall aufzutreten", versuchte der Leiter des Jugendsinfonieorchesters Göppingen (JSO) den Erfolg einzuordnen. Die nun erreichte Goldmedaille sei ein weiteres Highlight.

Zuvor hatten die mehr als 100 jugendlichen Musiker aus dem Landkreis Göppingen die Jury mit der 9.Sinfonie e-Moll op. 95 "Aus der Neuen Welt" von Antonin Dvorak überzeugt und für ihren Vortrag vom amerikanischen Publikum Standing Ovations erhalten. Für viele wurde damit ein Traum wahr.

Am gestrigen Mittwoch, dem Tag nach dem Konzert, war für das Orchester erstmal Entspannung angesagt. Auf dem Programm stand ein Ausflugstag mit Shopping-Möglichkeit in New York. Am Abend besuchte dann das gesamte Orchester das Gershwin-Musical "Ein Amerikaner in Paris" im Palast-Theater am Broadway - "ein schöner Abschluss unserer Amerikareise", da ist sich Gunkel sicher. Heute Nachmittag fliegen die Göppinger dann zurück auf den Alten Kontintent.

Das Abschlusskonzert im Herzen von Big Apple war aber nicht der einzige musikalische Beitrag der Göppinger in der "Neuen Welt". Zuvor hatte es vor zahlreichen Zuhörern Konzerte im Atrium des IBM-Wolkenkratzers und in der German Church St. Paul gegeben. Für die Dvorak-Sinfonie und Tschaikowskis Rokoko-Variationen mit dem jungen Cellisten Yannick Marco Groll hatte es begeisterten Applaus vom New Yorker Publikum gegeben. Es folgten am Montag die Hauptprobe in den New Yorker Caroll Music Studios in Manhattan, ein Open-Air-Konzert im Central Park mit der Percussion- und Blechbläserriege des JSO und eine abendliche Kreuzfahrt auf dem Hudson River. "Die Tage sind durchaus anstrengend, aber die Stimmung ist super", hieß es vor dem großen Auftritt.

Am Mittwoch nun zog Stadtmusikdirektor Martin Gunkel schon mal ein erstes Fazit der Reise. Für die Jugendlichen sei es "ein großes Erlebnis gewesen, in dieser legendären Konzerthalle zu musizieren", so der Stadtmusikdirektor, "es war ziemlich aufregend, aber alle sind über sich hinausgewachsen, und jetzt sind alle sehr glücklich." Gunkel freue sich sehr, dass "das Engagement und der Probenfleiß belohnt" worden seien. Die Jugendlichen könnten nun nicht nur mit unvergesslichen Erlebnissen, sondern auch mit diesem Erfolg im Rücken nach Hause fahren.

Acht Ensembles spielten in der Carnegie Hall um Gold

Wettbewerb Beim neunten New York International Music Festival in der Carnegie Hall gab es keine Kategorien. Zugelassen waren Sinfonie-, Streich- wie auch Blasorchester. Bewertet wurde der Konzertvortrag auf den drei Preisebenen Bronze, Silber und Gold. Eingeladen worden waren acht Jugendorchester, darunter einige Highschool- und University-Orchester aus den USA.

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