Göppingerin singt in Paderborn

Olivia Abt kann sich mit klassischem Gesang bei „Jugend musiziert“ im Juni in Paderborn mit den besten Nachwuchsmusikern und jugendlichen Sängern aus Deutschland messen.

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Am 2. Juni heißt es Daumen drücken für die 14-jährige Olivia Abt. Sie nimmt beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Paderborn teil. 14-jährige Mädchen, die gern singen gibt es viele. 14-jährige Mädchen die gern „Klassik“ singen eher weniger. Eine von ihnen ist Olivia Abt, die nun ihre gesanglichen Qualitäten beim „Bundeswettbewerb von Jugend musiziert“ in der Kategorie Sologesang unter Beweis stellen möchte.

Zuvor sang sie sich mit „Chacun à son goût“ aus der Fledermaus, „Che faro senza euridice“ aus Orfeo und dem Brahmschen „Guten Abend gute Nacht“ durch Regional- und Landeswettbewerb. Die Stücke hat Olivia zusammen mit ihrer Mutter, die auch ihre Gesangslehrerin ist, selbst ausgesucht.

„Wahrscheinlich habe ich die musikalischen Gene und das Gesangstalent von ihr geerbt“, lacht die Tochter der Sängerin und Gesangslehrerin Jessica Eckhoff. „Aber das alleine reicht ja nicht. Es kommt ja drauf an, was man dann daraus macht.“ Olivia Abt macht ziemlich viel daraus. Schon vier Mal sang sie bei den Stauferfestspielen im Chor mit. „Einmal sogar mit gebrochenem Fuß und mit Krücken“, strahlt sie und erklärt: „Die Stauferfestspiele sind für mich immer ein Highlight. Die Proben machen Spaß und es ist toll zu sehen, wie das Ganze entsteht. Beim Zigeunerbaron konnte ich das komplette Stück.“

Schmunzelnd erzählt die hochgewachsene 14-Jährige: „Anfangs sang ich im Kinderchor, dann weil ich so groß bin, bei den Erwachsenen. Es hätte ja sonst ausgesehen, als sei ich eine Betreuerin.“ Seit drei Jahren hat Olivia Gesangsunterricht bei ihrer Mutter. Nicht etwa gemütlich zu Hause, sondern ganz professionell in einer „richtigen Stunde“ in deren Gesangsschule. „Es gab keinen Zwang“, betont Jessica Eckhoff, „Anfangs waren wir beide sehr vorsichtig, aber es klappt richtig gut und ich bin schon stolz über die tolle Leistung,  mit der Olivia  den Bundeswettbewerb erreicht hat.“ Natürlich fährt sie zum Einsingen und Mitfiebern mit nach Paderborn und ist aufgeregter als die junge Sängerin selbst, weil sie weiß, was alles schief laufen kann. Olivia kennt kein Lampenfieber und geht die Sache ganz entspannt an. „Ich werde mein Bestes geben und abwarten, was raus kommt“, erklärt sie selbstbewusst. „Wenn ich mit mir selbst zufrieden bin ist mir die Punktzahl egal.“

Selbstverständlich hört und singt Olivia auch Popmusik. „Ich mag eigentlich alle Musikrichtungen“, verrät sie, „aber meine stimmliche Begabung liegt eher in der Klassik. Meine Freunde finden es toll, dass ich das mache. Ich habe auch schon in der Schule vorgesungen als wir das Thema hatten.“ Im Schulchor singt Olivia, die im Mörikegymnasium die achte Klasse besucht nicht mit. „Der Oberstufenchor ist erst ab der 10. Klasse und die Stücke, die der Unterstufenchor singt, interessieren mich nicht so“, erklärt sie. Dafür spielt sie im Schulorchester und im Göppinger Jugendsinfonieorchester Cello.

Sport spielt eine Rolle

Wenn Olivia nicht singt, musiziert oder für die Schule lernt, spielt sie Tennis in drei Mannschaften: bei den Mädchen, den Juniorinnen und den Damen. „Nachdem jetzt die Saison begonnen hat und ich für den Wettbewerb noch üben muss, bin ich ein bisschen im Stress“, verrät der sportlich-musikalische Teenager, der sich im vergangenen Jahr schon mit „Sologesang Pop“ für den Bundeswettbewerb qualifiziert hatte, aber nicht teilnahm. „Wir schrieben an dem Tag eine Physikklassenarbeit und fuhren am Tag darauf in Urlaub. Das hatte Priorität.“

Talente: „Jugend musiziert“ gilt auch nach 54 Jahren noch als der bedeutendste Musikwettbewerb Deutschlands für Nachwuchsmusiker.

Konkurrenz: Zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Paderborn werden vom 1. bis 8. Juni über 2700 Jugendliche erwartet.

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