Göppinger Wohnhochhäuser unter der Lupe

Die Stadt Göppingen hat nach der Londoner Brandkatastrophe die Wohnhäuser, die mehr als 22 Meter hoch sind, einer ersten Prüfung unterzogen und bislang keine brennbaren Fassaden vorgefunden.

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Das Staufencenter, eines von fünf Göppinger Wohnhochhäusern, deren Fassaden die Experten auf Brennbarkeit untersucht haben.  Foto: 

Die verheerende Brandkatastrophe im Grenfell-Tower, einem Wohnhochhaus in London, hat auch in der Göppinger Stadtverwaltung für Aktivitäten gesorgt. Denn im Londoner Fall breiteten sich die Flammen über die brennbare Fassade in Windeseile in darüber liegende Stockwerke aus.

Deshalb hat die Stadt Göppingen die Wohnhochhäuser einer ersten Begutachtung unterzogen. Weil Drehleitern und Rettungsausrüstung der Feuerwehr bis zu einer Höhe von 22 Metern ausgelegt sind, markiert dieses Maß laut Landesbauordnung die Hochhausgrenze. Viele Göppinger Wohnhäuser bewegen sich aber knapp unter dieser Höhe – beispielsweise die Blocks im Engenlauch in Bartenbach, erläuterte Sebastian Spießhofer, der bei der Stadtverwaltung im Referat Baurecht für den Brandschutz zuständig ist, den Lokalpolitikern. Lediglich fünf Wohngebäude in Göppingen fallen unter die Definition Hochhaus. Zusammen mit der Göppinger Feuerwehr habe er diese fünf Hochhäuser angeschaut. Es handele sich bei den gewonnenen Erkenntnissen aber um ein Vorab-Ergebnis, betonte Spießhofer. Zum Teil stünden angeforderte Unterlagen noch aus.

Das sogenannte Panorama-Hochhaus (Hohenstaufenstraße 100) sei ein reiner Betonbau und auf den ersten Blick unbedenklich. Das gelte sowohl für die Waschbetonfassade als auch die Beton-Balkonbrüstungen.

Das Staufencenter in der Bleichstraße habe eine Blechfassade, die auf eine angeschraubte Balkenlage aufgebracht ist. Ob dazwischen eine Wärmedämmung existiert und welche, werde derzeit geklärt.

Die großen Wohnblocks im Reusch an der Wangener Straße fallen nur zum Teil unter die Hochhaus-Definition. Hier sähen die Ergebnisse der Begutachtung der relativ frisch sanierten Fassaden „auf den ersten Blick gut aus“, sagte Spießhofer. Eine Anfrage laufe aber noch.

Die Wohnhochhäuser im Bergfeld (Dr.-Pfeiffer-Straße) haben eine Fassade aus verputzten Betonelementen, die die Experten als vermutlich unbedenklich einstufen.

Beim Rigi-Hochhaus im Stadtbezirk Holzheim handele es sich ebenfalls im wesentlichen um einen Betonblock ohne ersichtliche Dämmung. Hier würden außerdem die umlaufenden Balkone ein Überschlagen von Flammen erschweren.

Das Fazit Sebastian Spießhofers gegenüber den Stadträten: „Alle Objekte erfüllen augenscheinlich die Sicherheitsanforderungen, so dass mit einem Szenario, wie es sich in London ereignete, erfahrungsgemäß nicht zu rechnen ist.“

Gewerbe Neben Hochhäusern, die zum  Wohnen genutzt werden, hat Göppingen auch Büro-Hochhäuser, beispielsweise  die Kreissparkasse und das  Schuler-Hochhaus.

Anfrage Auf diese Hochhäuser bezog sich eine Anfrage der FWG-Fraktion: Antwort der Stadt: Kreissparkassenturm und „Schuler Innovation-Tower“ sind beim Brandschutz sicher.

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