Göppinger Tierpark ist jetzt in der Pflicht

Die Zeit läuft. Der Göppinger Tierpark muss vertragliche Vorgaben jetzt umsetzen. Erster Schritt aus der Grauzone ist das Verlegen des Eingangs. Und in vier Wochen muss das Konzept für die Zukunft fertig sein.

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Die Zeit der Schwarzbauten auf dem Tierparkgelände am Storzenbach nähert sich dem Ende. Der neue Bebauungsplan für das künftige Sondergebiet ist veröffentlicht. Für den Tierpark-Verein und dessen Chef Heiko Eger bedeutet dies, dass sie jetzt damit anfangen müssen, die Vorgaben des städtebaulichen Vertrags zu erfüllen: In der kommenden Woche wird der Eingang an der Schickhardtstraße endgültig geschlossen. Ab 19. Dezember können Besucher nur noch über den Eingang Lorcherstraße in den Mini-Zoo gelangen. In den kommenden Wochen und Monaten werden dann auch die ersten Anlagen, die außerhalb des bebaubaren Bereichs liegen, abgerissen: die Ziegenställe und wahrscheinlich auch das Kassenhäuschen. Der Bauwagen, der als Umkleide dient, wird ebenfalls entfernt, sagt Eger.

Bis zum 20. Januar hat der Tierparkverein Zeit, der Stadt einen ersten Entwurf vorzulegen, wie der Zoo in Zukunft aussehen soll. Am 20. Mai müsse das zugehörige Baugesuch vorliegen. Erst wenn mit dem Roten Punkt auch die Umbaugenehmigung vorliegt, beginnt die neunmonatige Umsetzungsfrist, erklärt Eger. Wann das sein wird, vermag er derzeit nicht abschätzen.

Klar ist für ihn allerdings: Bei den Arbeiten muss der Verein auf den kostspieligen Einsatz von Baufirmen weitgehend verzichten. Die etwa 300 Mitglieder sollen in den kommenden Wochen motiviert werden, selber Hand anzulegen, sagt Eger. Der Vorsitzende und seine vier Mitarbeiter sowie ein "Bufdi" können die Arbeit nicht leisten. Dennoch ist Eger zuversichtlich: "Ich denke, dass wir das hinkriegen."

Die Stadtverwaltung stellt klar: "Für alle bestehenden und bislang nicht genehmigten Bauwerke sowie eventuell neu geplanten baulichen Anlagen muss ein Bauantrag gestellt werden. Genehmigungsfähig sind die bestehenden Anlagen nur, soweit sie dem Bebauungsplan entsprechen". Dejan Mrkaja von der Pressestelle der Stadtverwaltung meinte aber: "Seit Beginn der Planungen hat der sich der Tierpark kooperativ und konstruktiv am Prozess beteiligt. Aufgrund dieser Erfahrungen gehen wir weiterhin von einem absolut vertragstreuen und kooperativen Verhalten aus."

Laut städtebaulichem Vertrag muss auch die Stadt Göppingen einen Beitrag leisten: Der Storzenbach soll verlegt, neue Wege außerhalb des Tierparks angelegt werden. Unabhängig davon droht immer noch das gerichtliche Aus. Eine Anwohnerin will den Bebauungsplan juristisch ausbremsen.

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