Göppinger Schüler schnuppern in zehn verschiedene Berufe

Um "Brücken zum Beruf" ging es bei einem einwöchigen Förderprojekt des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland. Sieben Tage hatten 16 Schüler Gelegenheit, hinter die Kulissen verschiedener Firmen zu blicken.

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Göppinger Schüler und Sozialarbeiterin Christina Chistakidis (rechts) stellen beim Projekt "Brücken zum Beruf" ihre Teamfähigkeit unter Beweis.  Foto: 

Das Projekt "Brücken zum Beruf" soll jungen Menschen den Weg in das Berufsleben erleichtern. Der Rotary Club Göppingen-Stauferland half dabei insgesamt 16 Schülern, ihre ersten Kontakte zu eventuell zukünftigen Arbeitgebern zu knüpfen. Auch Ansprechpartner der Firmen waren beim gemeinsamen Abschlussessen vertreten und boten den Jugendlichen die Möglichkeit, nochmals Fragen zu stellen. Der Anlass für die Aktion ist das 25-jährige Bestehen des Göppinger Rotary Clubs im kommenden Herbst. "Es war uns wichtig, ein Projekt im lokalen Rahmen zu machen und nicht nur für einen guten Zweck zu spenden, sondern selber anzupacken", erzählt Hans-Jürgen Schutzbach, Mitglied im Rotary Club und pädagogischer Begleiter der Schüler während der sieben Tage. In enger Kooperation mit Sozialarbeiterinnen der SOS Kinder- und Jugendhilfen Göppingen wurde das Projekt für Jugendliche mit Förderbedarf entwickelt.

Die Teilnehmer konnten in zehn Firmen schnuppern - die Bandbreite reichte von Industrie und Handwerk über Dienstleistungen bis hin zu sozialen Berufen. Auch das Training sozialer und persönlicher Kompetenzen spielte eine wesentliche Rolle. So durften die elf Schülerinnen und fünf Schüler zum Beispiel beim Klettern im Hochseilgarten ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Von insgesamt 30 Bewerbungen wurden 16 genommen - in enger Abstimmung mit den Lehrern und den drei Schulsozialarbeiterinnen der Justus-von-Liebig-Schule, der Gewerblichen Schule und der Kaufmännischen Schule Göppingen wurde dann eine Auswahl getroffen. "Wir haben die Schüler angenommen, die sehr interessiert wirkten und wirklich Lust haben, ihre Pfingstferien sinnvoll in ihre Zukunft zu investieren", erzählte Alexander Gaugel, amtierender Präsident des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland.

Die 14-jährige Anna Heilig war die jüngste Teilnehmerin an dem Projekt "Brücken zum Beruf". Sie besucht die Wirtschaftsschule der Kaufmännischen Schule in Göppingen und kann nach einer Woche eine positive Bilanz ziehen: "Mir haben die vergangenen sieben Tage sehr gut gefallen und ich möchte mich so schnell wie möglich für einen Praktikumsplatz bewerben." Auch das Essen sei sehr gut gewesen, fügt die Schülerin mit einem Schmunzeln hinzu. Julien Sprecherth war einer der fünf männlichen Teilnehmer. Er würde das Projekt gerne nochmal machen, denn das Klettern im Hochseilgarten habe sehr viel Spaß gemacht. "Ich fand es trotzdem ein bisschen schade, dass der Beruf des Bürokaufmanns nicht genauer vorgestellt wurde, denn der hätte mich auch noch interessiert", erzählt der 17-jährige Wirtschaftsschüler. Er ist stolz, die Urkunde, die alle Teilnehmer bekommen haben, in seine Bewerbung einheften zu können.

Manfred Gröber, Mitglied des Rotary Clubs und pädagogischer Begleiter der Schüler, freut sich über die positiven Rückmeldungen der Schüler: "Eine Schülerin hat ein Freiwilliges Soziales Jahr schon so gut wie sicher. Das freut mich natürlich sehr. Aber auch die anderen Teilnehmer konnten wichtige Kontakte zu den Firmen herstellen."

Rotary vereint weltweit Angehörige verschiedener Berufe, um Dienst an der Gemeinschaft zu leisten. Man will denjenigen zur Seite stehen, die sich nicht selbst helfen können: im lokalen Umfeld der eigenen Gemeinde genauso wie in internationalen Hilfsprojekten.

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