Göppinger Musiknacht ist wahrer Publikumsmagnet

Einmal mehr erwies sich die Göppinger Musiknacht als wahrer Publikumsmagnet. Zwischen Sternplatz und Deutschem Kaiser verwandelte sich die Innenstadt in ein Dorado für Fans der guten Live-Musik.

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Volles Haus im Tresor in Göppingen: Die Band "Ncognito" bietet kraftvollen Rock, Pop und Soul, das Publikum geht mit.  Foto: 

"Seid Ihr auch unterwegs?" Mehr als einmal fällt in dieser so gar nicht frühlingshaften Nacht dieser Satz. Tatsächlich haben sich unzählige Musikfans auf den Weg gemacht, haben sich vom nasskalten Wetter nicht abhalten lassen, um bei der Göppinger Musiknacht am Samstag möglichst viele der 19 Bands und Ensembles in den 19 ganz unterschiedlichen Lokalen der Innenstadt zu hören. Alle sind indes beim besten Willen nicht zu schaffen.

Ob Rock oder Pop, ob Soul oder Jazz - für jeden Geschmack war etwas dabei. Mehr als einmal ist es reine Glücksache, wenigstens einen Stehplatz in einer der Kneipen zu bekommen. "Es sind sehr viele Gäste aus dem Raum Esslingen gekommen", hat einer der Einlasskontrolleure beobachtet. Und tatsächlich kann etwa im "Treff" in der Kirchstraße nur, wer ganz früh gekommen ist, einen Blick auf die "Söhne Stammheims" werfen - zu überhören ist die Rock-Formation mit den bekannten Klassikern von Black Sabbath oder Metallica aber auf keinen Fall.

Ruhigere Töne schlagen dagegen "Vesna Skorija & Friends" im neu eröffneten "The Second Row" in der Lange Straße an. Ihre gefühlvollen Interpretationen von Jazz- und Soulsongs gehen im lauten Hallo der Bar leider beinahe unter. Im "Moloko" am Sternplatz beeindrucken die jungen Musiker der Acoustic-Pop-Band "Boodoo" mit ihren perfekten Instrumentenklängen. Josée Hurlock von der Band "Brosowskeys" begeistert im "Dolce" am Schillerplatz mit ihrer kraftvollen Stimme - auch hier heißt es: anstehen und warten, bis Gäste "weiterziehen".

Etwas lang ist die Pause der "Ol' Smuggler Blues Band" im "Schillers" ausgefallen, dafür steigen die Temperaturen auf sommerliche 30 Grad. Kein Irish Folk im "Writers Irish Pup", aber besten Pop und Funk spielt die Cover-Band "Orange Fuel" im deutlich überfüllten Pub. "Ins Helmle braucht Ihr erst gar nicht zu gehen, da kommt man gar nicht mehr rein", wissen Freunde, die wir an diesem Abend bereits zum dritten Mal treffen. Also hören wir uns "Yuser" im "Prestige" in der Hauptstraße an und sind begeistert, wie sehr junge Musiker die alten Rock-, Folk- und Popklassiker, die ja eigentlich die Musik ihrer Eltern ist, spielen.

In der "City Bar" wieder eine ganze Menge Bekannte und eine andere Band als das Programm des "PIG Stadtmagazin Göppingen", das die Musiknacht regelmäßig organisiert, verspricht. "Wild Thing" spielt handgemachten Rock. Bei "Mino" beschlagen bereits die Scheiben, und es gibt wieder keine Chance, bis zur Bühne vorzudringen. "Duo Loogisch" groovt, was die Instrumente hergeben. Im "Capone" ganz im Osten der Stadt spielen "Ratatoui" guten alten Rock - jetzt geht die Musiknacht aber langsam zu Ende. Nächstes Mal wollen wir denen länger zuhören, - sie haben es wirklich verdient.

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