Göppingen will Anteil der Radler auf den Straßen erhöhen

Mehr Radverkehr in Göppingen: Diesem Ziel hat sich die Stadt verschrieben und hierzu das "Forum Radverkehr" ins Leben gerufen. Bei der Abschlussveranstaltung wurde die entwickelte Strategie vorgestellt.

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Die Stadt Göppingen hat sich ein ehrgeiziges Ziel auf die Fahnen geschrieben: Sie möchte zukünftig fahrradfreundlicher werden, um den Anteil des Radverkehrs in Göppingen in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen

Als einen ersten Schritt zu diesem Ziel galt es nun eine entsprechende Radverkehrsstrategie zu entwickeln, mit der die Stadt Göppingen zukünftig noch fahrradfreundlicher werden kann. Hierzu rief die Stadt das "Forum Radverkehr" ins Leben, an dem sich zahlreiche Bürger in den vergangenen Wochen mit großem Engagement beteiligten. Los ging es nach einer Auftaktveranstaltung im Mai: "In drei Arbeitsgruppen befassten sich dabei die Teilnehmer mit Vorschlägen zur Erhöhung des Radverkehrsanteils in Göppingen", berichtete Oberbürgermeister Guido Till bei der Abschlussveranstaltung des Forums.

Dort wurden die Ergebnisse der Arbeitskreise vorgestellt, die das beteiligte Planungsbüro "Via" aus Köln zu einer Radverkehrsstrategie mit dem Motto "Göppingen auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune" aufbereitet hatte. Seitens der ersten Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema "Strategie und Konzeption" beschäftigte, flossen hierbei grundlegende Ziele zur Förderung des Radverkehrs in diese Strategie ein - mit dem Ziel, den Anteil des Radverkehrs von derzeit fünf Prozent bis 2025 auf 15 Prozent zu erhöhen.

Außerdem tüftelten die Vertreter aus Verwaltung, Polizei, Jugendgemeinderat, Verbänden, Schulen und Bürgern dabei auch an ganz bestimmten Projekten - wie einer möglichen Teilnahme der Stadt an einem Pilotprojekt zur Erstellung digitaler Radschulwegpläne.

Beim zweiten Arbeitskreis, der sich mit dem Themenschwerpunkt "fahrradfreundlichere Innenstadt" befasste, sei dagegen bereits an einem ganz konkreten Plan gearbeitet worden - ebenso bei der dritten Gruppe, die hauptsächlich die "Infrastruktur für den Radverkehr in Göppingen mit den Stadtbezirken" unter die Lupe nahm, informierte Peter Gwiasda vom Planungsbüro "Via".

Neben der flächendeckenden Öffnung der Einbahnstraßen in der Innenstadt für den Radverkehr, der Schaffung direkter und sicherer Fahrradstraßen als Verbindung zwischen den einzelnen Schulen, der Errichtung weiterer Abstellmöglichkeiten und einem großen Fahrradparkhaus am Bahnhof wurden unter anderem auch Ideen für Regelungen im Fußgängerbereich der Marktstraße ausgearbeitet, die vorsehen, den Bereich für Radler nur in der Zeit von 19 bis 10 Uhr freizugeben und den Radverkehr tagsüber über die Freihofstraße zu führen.

"Bei der Anbindung der Stadtbezirke wird ein dringender Handlungsbedarf für die Ortsdurchfahrten von Jebenhausen, Bartenbach und vor allem Holzheim gesehen", betonte Frank Reuter vom Planungsbüro. Für Holzheim arbeitete die Gruppe auch zwei Alternativen zum Aus- und Neubau eines Radwegs aus.

Während der Diskussion wurde von Bürgern angeregt, den Zustand einiger Radwege zu verbessern, für mehr Radverkehr zu werben und eine weitere alternative Strecke für den Radverkehr in Holzheim zu prüfen - aber auch auf eine ausgewogene Partnerschaft zwischen Fußgängern, Radlern und Autofahrern zu achten. Ausschließlich "freie Fahrt für Radler" dürfe nicht gelten, so einige Diskussionsteilnehmer.

Die Anregungen würden berücksichtigt. Zudem würde jetzt das Büro "Via" die Radverkehrsstrategie mit einzelnen Schwerpunkten weiter aufarbeiten, erläuterte Helmut Renftle als Fachbereichsleiter Tiefbau, Umwelt und Verkehr. Das ausgearbeitete Papier wird dann dem Gemeinderat als Basis für weitere Entscheidungsschritte dienen.

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