Göppingen kauft Spezialfahrzeug zur Kanalreinigung

Die Kanalisation in Göppingen umfasst 310 Kilometer. Für die Reinigung und Überwachung steht der Stadt jetzt ein neues Spezialfahrzeug zur Verfügung. Es hat 400.000 Euro gekostet und bietet modernste Technik.

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Das neue Kanalreinigungsfahrzeug der Stadt Göppingen verfügt über eine Technik zur Wasserrückgewinnung.  Foto: 

"Die Abwasserbehandlung ist teuer, aber wichtig", sagte Oberbürgermeister Guido Till am Mittwoch auf dem Göppinger Bahnhofsvorplatz. Dort wurde das neue Spülfahrzeug an den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Göppingen (SEG) übergeben. 400.000 Euro hat das Gefährt gekostet, das mit Hilfe der EDV-gestützten Technik dafür sorgen soll, dass die Kanäle in Göppingern mit einer Gesamtlänge von 310 Kilometern auch künftig zuverlässig und umweltschonend gereinigt und überwacht werden können.

OB Till erinnerte daran, dass die schlimmen Krankheiten des Mittelalters unter anderem auf die mangelnde Hygiene und die fehlende Abwasserentsorgung zurückzuführen seien. Umso wichtiger sei heute eine ordnungsgemäß betriebene Kanalisation. Sie sei neben der Abwasserreinigung in der Kläranlage Voraussetzung für den wasserrechtlich geforderten Schutz der Gewässer.

Kanäle müssten aber sorgfältig und regelmäßig gereinigt werden. Die neue "Kanal-Spülmaschine", deren Anschaffung der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen hatte, ermögliche eine größere Flexibilität bei den Reinigungsintervallen, erklärte Helmut Renftle, der Technische Betriebsleiter der SEG. Bisher sei jeder Kanal nach einem festen Turnus gesäubert worden, künftig könnten die Intervalle zwischen einem halben Jahr und zehn Jahren variieren. "Das spart Ressourcen und Kosten", betonte Renftle.

Das Besondere an dem Fahrzeug sei die Wasserrückgewinnungstechnik. Sie stammt von der Firma Wiedemann und Reichhardt aus Altenmünster und erlaubt es, bei der Kanalreinigung in der Regel auf den Einsatz von Trinkwasser zu verzichten. Eine solche Technik hatte das alte Fahrzeug, das aus Verschleißgründen ersetzt werden musste, nicht. Die Neuanschaffung war von der Stadt europaweit ausgeschrieben worden.

Ein Video zum Thema gibt es unter www.filstalwelle.de

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