Göppingen bald wieder in Narrenhand

Der vierte Nachtnarrensprung soll am Samstag wieder tausende Fasnetsfans in die Stadt Göppingen locken - die einst eine narrenfreie Zone war.

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Die "Galgenberghenker" knöpfen sich am Samstag wieder Göppingen vor. Die Narrenzunft feiert an diesem Tag nicht nur ihr fünfjähriges Bestehen. Zum vierten mal steht an diesem Tag auch der Nachtnarrensprung auf dem Plan. 2500 Hästräger aus ganz Süddeutschland sollen die Straßen zwischen Schlossplatz, Marktplatz und Kornhausplatz füllen. 83 Gruppen haben sich angekündigt, darunter 18 Kapellen. "Die Göppinger Fasnet hat sich etabliert", sagt Daniel Paasch, der nicht nur der Zunftmeister der "Galgenberghenker" ist, sondern auch Präsident des Narrenverbund Neckar Fils, der in diesem Jahr gegründet wurde.

Nach dem Zunftmeisterempfang mit 180 geladenen Gästen im Zelt auf dem Kornhausplatz geht das Spektakel um 14 Uhr auf dem Göppinger Schlossplatz los. Ein "Monsterkonzert" der zahllosen angereisten Guggenmusiker wird für schräge Töne sorgen. Um 16 Uhr soll sich dann der Umzug der 83 Gruppen in Bewegung setzen und über die Kirchstraße und eine Schleife über den Markplatz zum Kornhausplatz ziehen. Paasch rechnet mit 2500 bis 3000 Zuschauern, die bei schönem Wetter entlang der Strecke stehen könnten. Beim Verkauf der Umzugsabzeichen für drei Euro helfen Schüler der Uhland-Realschule.

Der Nachtnarrensprung in der protestantisch geprägten Stadt ist im Kreis eine der ersten großen Fasnetsveranstaltungen der Saison und steht in der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Es gibt zwar keine Umzugswagen, dafür aber "jede Menge Konfetti und Süßigkeiten", wie Daniel Paasch verspricht - und schaurig-schöne Gestalten von den "Körschtaler Höllenwächtern" über den "Durahaufa Mindelheim" bis zu den "Saubergteufel Ottenau". Natürlich sind auch viele Gruppen aus dem Landkreis mit dabei.

Ein logistischer Aufwand ist die Massenveranstaltung für die "Galgenberghenker" um Daniel Paasch die 40 Mitglieder haben. In diesem Jahr wird auch der Marktplatz erstmals ins närrische Treiben mit einbezogen. Dort verkaufen die Helfer vom Narrenverbund Verpflegung udn es gibt eine Ansagestation. Die große Party steigt nach dem Umzug im beheizten Festzelt auf dem Kornhausplatz. Dort wird bei siedender Stimmung eine waschechte Narrentaufe zelebriert: vier Vorsitzende der neuen "Eislinger Brandstifterhexen" werden die Hexentaufe über sich ergehen lassen. Um 22 Uhr ist Schluss, um 23 Uhr muss das Zelt leer sein. Das sind die Auflagen.

Aus der Göppinger Bürgermeisterriege wird niemand am Zunftmeisterempfang teilnehmen. Das sei durch Urlaub und andere Termine bedingt, sagte Rathaussprecher Olaf Hinrichsen.

Info Mit zwei Figuren tritt die Göppinger Narrenzunft "Galgenberghenker" in Aktion: der Henker mit schwarzer Hose, schwarzer Weste und rot-weißem Hemd - den Farben der Stadt Göppingen. Der Gehenkte ganz in weiß. Beide tragen Holzmasken, die im Schwarzwald gefertigt werden.

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