Gewinner der Stadtmeisterschaften im Boule

Boule gewinnt immer mehr Anhänger. Jetzt wurden in Göppingen die 10. Stadtmeisterschaften auf der Anlage bei der Oberhofenkirche ausgetragen.

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Die 10. Stadtmeisterschaften im Boule wurden jetzt in Göppingen auf der Anlage bei der Oberhofenkirche ausgetragen.  Foto: 

Willi Kuhnle war Zeit seines Lebens sportlich. Kurz vor seinem 91. Geburtstag ist er allerdings nicht mehr so mobil und beweglich und hat im Boule-Spielen die ideale sportliche Betätigung für sich gefunden. "Es ist das Einzige, das ich noch machen kann", sagt der Göppinger. Seit drei Jahren spielt er, war durch einen Zeitungsartikel auf das Spiel aufmerksam geworden. Bei der Gruppe "Freunde Göppingen-Pessac", die jetzt die zehnte Stadtmeisterschaft ausgerichtet hat, fand er nicht nur eine sportliche Betätigungsmöglichkeit, sondern auch Gesellschaft. "Man kommt bei Turnieren viel herum. Das ist sehr reizvoll", sagt Kuhnle. Und wenn er dann noch im Team mit anderen Senioren eine Mannschaft weit jüngerer Spieler schlägt, freut ihn das besonders.

Carola Biber spielt seit längerem. Durch ihren Mann Gerald Jantschik hat sie sich von der Spielleidenschaft anstecken lassen. Der spielt in Neuffen in der höchsten baden-württembergischen Liga und hat das Turnier wieder organisiert.

Als Naturtalent erwies sich Ralf Müller aus Wäschenbeuren, der erst seit einem Jahr auf der Wäschenbeurener Boulebahn regelmäßig trainiert.

Die großen Bäume bei der Oberhofenkirche geben den Spielern Schatten, die konzentriert im Halbfinale gegeneinander antreten. Gerald Jantschik hat die Paarungen ausgelost und erklärt den interessierten Laien, während die schweren Kugeln schon wieder geworfen werden, die Spielregeln.

Dem "Schweinchen" gilt es, möglichst nahe zu kommen in dem Spiel, das sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich entwickelt hatte. Dort heißt das Spiel "Petanque" und Jantschik kennt auch die Erklärung für diese Bezeichnung: Sie hat sich aus dem provenzalischen Begriff "pieds tanqué", also "geschlossene Füße" entwickelt.

In Deutschland findet das Spiel als Boule immer mehr Anhänger. Immerhin 4500 sind zwischenzeitlich in Vereinen engagiert. Auch deshalb, weil der Sport nichts für Einzelkämpfer ist. "Im Team kann man sich gut ergänzen und Schwächen ausgleichen", das gefällt Carola Biber. Am Sonntag hatte sie offensichtlich das richtige Team gewählt. Gemeinsam mit Ralf Müller gewann sie das Finale der 10. Göppinger Stadtmeisterschaft gegen Marianne Bilek und Manfred Weisinger.

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