Gewaltige Mauer im Göppinger Untergrund

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Die Mauerreste werden dokumentiert.  Foto: 

Viele Entdeckungen haben Kreisarchäologe Dr. Reinhard Rademacher und sein Team in den vergangenen Wochen und Monaten auf dem Kornhausplatz gemacht. Die Grabungen sind nun zu Ende gegangen. Vor wenigen Wochen hatte ein der Fund eines Brunnenschachts Einblicke ins Leben der frühen Göppinger gegeben. Die Archäologen hatten den etwa viereinhalb Meter tiefen Brunnen angeschnitten „wie eine Schwarzwälder Kirschtorte“, so Rademacher. Es habe sich gezeigt, dass der Schacht nach seiner Stillegung als Müllgrube gedient haben muss. „Es wurde alles entsorgt, was greifbar war“, sagt der Archäologe. Es fanden sich Küchenabfälle und Knochenreste, aber auch Dachziegel, Steine und Küchengerätschaften. In der feuchten Umgebung der Brunnensohle war organisches Material wie Leder erhalten.

Kurz vor Abschluss der Grabungen tauchten nun nahe dem Kornhaus gewaltige, drei Meter dicke Mauern auf, berichtet Rademacher. „Was es genau ist, können wir noch nicht sagen, jedenfalls etwas ganz Massives.“ Möglich sei ein Zusammenhang mit dem einstigen Adelberger Pfleghof. Der Fund wurde dokumentiert. Demnächst beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Platzes.

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