GEW will mehr Geld für die neue Schulform

Die Gemeinschaftsschule sieht die GEW zwar als Garant für mehr Bildungsgerechtigkeit - aber nur, wenn nicht am Sparhahn gedreht wird.

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"Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Kreis Göppingen befürwortet die Einführung der Gemeinschaftsschule, weil sie geeignet ist, zu mehr Bildungsgerechtigkeit und damit zu mehr Chancengleichheit zu führen", erklärte Holger Kißling, Vorsitzender im Team der Kreis-GEW. Laut einer Pressemitteilung machte er aber gegenüber dem anwesenden Landtagsabgeordneten Peter Hofelich (SPD) auch deutlich, dass diese neue Schulform nur dann erfolgreich sein werde, wenn sie die notwendige Unterstützung erhält und nicht, wie jetzt schon geschehen, "am Sparhahn gedreht wird". "Wir können es uns nicht leisten", so Kißling, "dass Reformen, wie bei den Vorgängerregierungen, nur mit dem Idealismus der Lehrer umgesetzt werden: Gemeinschaftsschule braucht professionelle Unterstützung, und das kostet auch Geld."

"Wir sehen durchaus die positiven Ansätze der grün-roten Bildungspolitik und unterstützen diese auch", meinte Vorstandssprecher Harald Neuffer und verwies auf die wegfallende verpflichtende Grundschulempfehlung, auf Kinderbetreuungsanspruch, Schulsozialarbeit und Ganztagesschulen. Er kritisierte aber: "Wir sehen aber auch noch mehrere Baustellen, so den immer noch vorhandenen gravierenden Unterrichtsausfall." Die Krankheitsreserve müsse dringend von zwei auf fünf Prozent wie in anderen Bundesländern ausgebaut werden. Für den Sonderschulbereich wies Andreas Wolfer-Thielmann auf das strukturelle Defizit an Lehrerdeputaten hin: "Das bedeutet, diese Schularten sind von vornherein nur mit 90 bis 95 Prozent versorgt und müssen mit dieser Unterversorgung auch noch Krankheitsvertretungen regeln." Dasselbe Problem wird seit Jahren an den beruflichen Schulen beklagt. Hier kommehinzu, dass die aus diesem Grund vorgeleisteten Überstunden der Kollegen eine Bugwelle von mehr als 1800 Deputaten landesweit aufgetürmt haben. Zu den Problemen der beruflichen Schulen übergab der GEW-Kreisvorstand eine Resolution an Hofelich. Ein weiteres Informationspaket erhielt er von der Arbeitnehmervertreterin Marianne Lindmaier, die auf die ungleiche Bezahlung der angestellten Lehrkräfte im Schuldienst und auf die Notwendigkeit einer bundeseinheitlichen Entgeltordnung hinwies.

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