Gelungene Täuschungen

In der Galerie Stauferland in Hohenstaufen sind jetzt acht Bilder von Jan-Hendrik Pelz zu sehen, die unterschiedliche Stauferstätten zeigen.

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"Sensations" heißt die Ausstellung, die am Freitag in der Galerie Stauferland in der Pfarrgasse 5 in Hohenstaufen eröffnet wurde. Sie zeigt acht großformatige Stauferbilder in Öl von Jan-Hendrik Pelz und als eine Art "Lückenfüller" seine kleineren Greifvogelbilder. Das Interesse des Künstlers, der an der Kunstakademie Stuttgart studiert hat, für die Staufer und deren Wirken kommt nicht von ungefähr: Sein Vater und sein Bruder führen seit vielen Jahren die Stauferfalknerei am Kloster Lorch.

Bemerkenswert scharf und genau, in zeitaufwendiger Feinstarbeit, hat Pelz den Hintergrund der Stauferbilder gemalt. Die Stauferbauten, wie das Kloster Lorch, das Wäscherschloss in Wäschenbeuren oder die Burgruine auf dem Hohenstaufen, jedoch sind ganz und gar nicht scharf. Pelz malte diese Stätten in Pixeln als farbige Quadrate -, und er machte sich sogar die Mühe, die Farbwerte der einzelnen Pixel genau zu berechnen, sodass bei genügender Entfernung - oder beim Blick durch das Fotohandy - die Gebäude sofort wieder erkennbar werden.

Der Künstler will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es eine Sache ist, von einem Bauwerk hunderte Fotos zu machen, und eine andere, sich direkt mit der Stätte zu beschäftigen, die Atmosphäre zu spüren. Er hofft, dass Betrachter seiner Ölbilder aufgrund der so unscharfen Darstellung neugierig werden und das geschichtlich Geprägte direkt sehen wollen. Denn um die wirkliche Atmosphäre, die Stimmung eines Bauwerkes erleben zu können, müsse man sich intensiver mit ihm auseinandersetzen. Pelz macht klar: "Das Internet und die Digitalfotografie ersetzen die Wirklichkeit nicht, sie geben nicht einmal ein gutes Abbild der Realität. Sie ist etwas völlig Eigenes."

Um dem Betrachter entgegenzukommen, ist dem Künstler daran gelegen, seine Bilder in unmittelbarer Nähe der acht Stauferstätten zu zeigen. So kann der Interessierte schon wenige Minuten nach dem Ausstellungsbesuch das Gemalte mit dem Original vergleichen.

Info Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertag 14 bis 18 Uhr beziehungsweise auf Anfrage (bis 21. Juli).

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