Geislingen als verborgene Perle?

Ist Geislingen die verborgene Perle des Filstals? Studenten der Hochschule haben das touristische Potenzial der Fünftälerstadt untersucht.

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Was ist das Besondere an Geislingen, das auch Touristen begeistern könnte? Mit dieser Frage beschäftigten sich 24 Studenten des Studiengangs Gesundheits- und Tourismusmanagement der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen. Für ihr Studienprojekt im Bereich "Destinationsmanagement" erarbeiteten sie ein touristisches Leitbild für die Fünftälerstadt.

Die Studenten interviewten 60 "Stakeholder", das heißt Leute, die eng mit Geislingen und dem Thema Tourismus verbunden sind, darunter regionale Produzenten, Unternehmer, Anbieter im Kultur- und Freizeitsektor sowie Vertreter aus Vereinen, Gastronomie und Handel. Basierend auf diesen Interviews erstellten die Studenten einen Leitfaden, der die touristischen Rahmenbedingungen Geislingens herausarbeitet, Ziele für die Zukunft festlegt und Maßnahmen vorschlägt.

Etliche Ergebnisse und Anregungen sind nicht neu, es sind Ansätze, mit denen sich die Stadt und ihre Einwohner schon seit geraumer Zeit beschäftigen; andere geben Anlass, über manches neu nachzudenken. Zu Letzterem gehört die Werbedevise "Innenmarketing kommt vor Außenmarketing": Die Geislinger selbst müssten als Erste für das Potenzial ihrer Stadt begeistert werden. "Die Bürger reden schlechter über Geislingen als es ist", war der Eindruck der Studenten. Bevor eine positive Darstellung der Stadt nach außen gelingen könne, müssten die Einwohner ein neues "Wir-Gefühl" entwickeln. Denn nur dann könne die "verborgene Perle des Filstals" neu erstrahlen

Als wichtigstes Alleinstellungsmerkmal wurde in den Interviews fast einmütig die landschaftliche Schönheit rund um Geislingen genannt: Natur, Albtrauf und die vielfältigen Sportmöglichkeiten seien der "Unique Selling Point" der Stadt. Die Studenten schlugen deshalb vor, einen sanften Tourismus mit Wanderern und Radfahrern zu fördern. Dazu gehöre, das Label "Fünftälerstadt" positiv zu besetzen und besser zu vermarkten.

Positiv bewertet wurde das "überdurchschnittliche" Kulturangebot Geislingens. Der Leitfaden empfiehlt den Kulturveranstaltern, Kooperation und Kommunikation untereinander zu verstärken sowie Veranstaltungen, Ausstellungen, Museen und vor allem die Geislinger Steige stärker zu vermarkten.

Überhaupt wird die Strategie der "Vernetzung" in der Tourismusstudie großgeschrieben. Alle am Tourismus Interessierten sollten sich zusammenschließen, so die Empfehlung. Dieses Netzwerk sollte zum Beispiel über eine Stelle im Rathaus koordiniert werden. Darüber hinaus müsse die Stadt ihre Social-Media-Präsenz verbessern. Dann würden als Zielgruppe auch Studenten erreicht.

Besserungsbedarf sieht der Leitfaden beim Stadtbild, das Geislingen seinen Besuchern präsentiert. Die Altstadt habe durchaus Potenzial, doch sollte der Stadtkern verschönt und belebt werden durch ein breiteres Warenangebot und zusätzliche Parkangebote. Darüber hinaus sei es wichtig, eine Verbindung zwischen der Altstadt und den Fabrikverkäufen bei der WMF zu schaffen und einen Teil des Durchgangsverkehr durch Vermarktung entlang der B 10 zum Verweilen anzuregen.

Was die Vermarktung der Stadt als lohnenswertes Ziel für Touristen angeht, raten die Studenten, Landschaft und Natur als das Besondere hervorzuheben, Regionalität und Nachhaltigkeit zu betonen.

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