Gefangen in der Höhle

Mit den lapidaren Worten "Sie, da isch mein Bruder drin" wurde vor 50 Jahren eine Rettungsaktion in der Falkensteiner Höhle gestartet. Göppinger Taucher halfen mit, die vom Wasser Eingeschlossenen zu retten.

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Vier Tübinger Biologiestudenten waren am Nachmittag des 1. Februar 1964 in die Falkensteiner Höhle bei Urach eingefahren. Sie hatten Ausrüstung für eine Übernachtung in der Höhle dabei. Auf dem Weg ins Innere hatten sie mehrere teilgeflutete Tiefstellen durchschritten, doch plötzliche schwere Regenfälle am selben Abend ließen den Wasserstand in der Höhle dramatisch steigen. Die Tiefstellen lagen damit unter Wasser und den Höhlenforschern war der Rückweg abgeschnitten. Einen Tag später war dem Bruder eines Eingeschlossenen deren Fehlen aufgefallen. Ganz aktuell schrieb die NWZ am 3. Februar 1964 noch vor Redaktionsschluss nachts um 2 Uhr vom aktuellen Stand der Rettungsaktion.

Zahlreiche Höhlentaucher und geschulte Höhlenretter, darunter ein gutes halbes Dutzend Helfer aus Göppingen und Umgebung, sowie der damals 22-jährige, später berühmt gewordene Sporttaucher Jochen Hasenmayer, waren inzwischen vor Ort. Während zwei der Taucher in die Höhle einstiegen, suchten die anderen den austretenden Fluss nach Gegenständen von den Vermissten ab. Gegen 1.30 Uhr am Montagmorgen erreichte Hasenmayer die Eingeschlossenen, die über 500 Meter weit in die Höhle eingedrungen waren. Er wollte ihnen Mut zusprechen, doch die vier Studenten waren wohlauf, völlig ruhig und warteten geduldig auf ihre Rettung, die sich aus Sicherheitsgründen noch einen weiteren Tag hinzog. Proviant hatten die vier für eine ganze Woche eingepackt.

Nach fast 70 Stunden untertage kehrten die vier Studenten am 4. Februar wieder wohlbehalten ans Tageslicht zurück. Die gefilmte Rettungsaktion lief tags darauf in der Abendschau.

Was sonst noch geschah . . .

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