GEDANKEN ZUM SONNTAG: Mensch und Zorn

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    War es eine Attacke im Zorn beim WM-Spiel Uruguay-Italien? Uruguays Luis Suarez (r.) hatte den Italiener Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen. Foto: 
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Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. . ."

Es müssen nicht immer Bisse von Fußballspielern sein, es müssen auch nicht nur die Kleinkinder sein, die ihren Zorn entwicklungsbedingt ausleben. Gerade auch Erwachsene, so lesen wir aktuell in vielen Beratungsblättern, haben Schwierigkeiten, ihren emotionalen Ärger in verträgliche Kanäle zu leiten. Hilfreich sind Impulse, die dazu beitragen, zornige Emotionen und Verhaltensweisen bewusst zu hinterfragen und sie zu kanalisieren. Doch oft begegnen uns im normalen Alltag nicht die Extreme, sondern die gemäßigten Formen von Ärger und Wut, die ab und an in uns Raum gewinnen.

Deshalb bin ich überzeugt, dass dieser Tipp aus dem Epheserbrief (4,26) der Bibel etwas für uns hat! Es ist völlig normal, dass dort, wo unterschiedliche Menschen miteinander leben, verschiedenste Erfahrungen gemacht werden. Die eine Kollegin finde ich kollegial und sehr freundlich, den Kollegen dagegen erlebe ich oft als eher schwierig. Und manchmal ärgern mich andere Leute auch richtig gehend. Dann kann es sein, dass ich echt sauer werde.

Genau im Bezug auf diese Wahrnehmung stellt sich dann die alles entscheidende Frage: Bleibe ich bei dieser Ärger-Einstellung, oder kriege ich den Bogen hin zum klärenden Gespräch?

Im Epheserbrief sagt keiner, man dürfte nicht auch mal zornig sein oder sich gewaltig ärgern. Doch die Frage, was dieser Zorn mit mir macht, die ist entscheidend: Zorn, Ärger, Wut und Ablehnung blockieren Zwischenmenschlichkeit extrem - vor allem, wenn sie nicht bewältigt werden. Daher finde ich den Tipp genial! Bevor ich abends schlafen gehe, soll ich die Chance beim Schopf packen und den Ärger verabschieden. Ich kann das privat mit Gott ausmachen - noch besser, wenn ich das mit dem Betroffenen klären kann - oder vielleicht mit beiden?

Wie immer Menschen oder Anlässe uns in Rage versetzen - lassen Sie uns die Gelegenheit nutzen, unsere "Bisswunden" aktiv aufzuarbeiten. Lassen Sie Momente der Liebe Gottes untereinander erlebbar werden: Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Es ist eine Chance - probieren wirs aus!

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